Zeit 11.03.2026
15:09 Uhr

Tödlicher Busbrand in der Schweiz: Ermittler vermuten nach Busbrand psychische Probleme beim Verdächtigen


Nach dem Brand eines Linienbusses in der Schweiz gehen Ermittler von einer vorsätzlichen Tat aus. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gebe es aber nicht.

Tödlicher Busbrand in der Schweiz: Ermittler vermuten nach Busbrand psychische Probleme beim Verdächtigen
Die Ermittler in dem Fall des tödlichen Busbrandes in der Schweiz sehen derzeit keine Anhaltspunkte für einen terroristischen Hintergrund. Das sagte der Kommunikationschef der Kantonspolizei Freiburg, Martial Pugin, im öffentlich-rechtlichen Radio RTS. Es werde jedoch vermutet, dass es sich um eine vorsätzliche Tat gehandelt habe. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft des Kantons Freiburg hatte der mutmaßliche Täter wohl psychische Probleme. Der Schweizer werde als Person beschrieben, die am Rande der Gesellschaft lebte und gestört gewesen sei, sagte Generalstaatsanwalt Raphaël Bourquin auf einer Pressekonferenz. Die Behörden gehen derzeit davon aus, dass der Mann unter den Toten ist. Sechs Menschen waren bei dem Brand des Linienbusses in der Gemeinde Kerzers am Dienstagabend ums Leben gekommen, vier weitere und ein Sanitäter wurden verletzt. Der Ort liegt in der Nähe der Hauptstadt Bern . In sozialen Medien waren dramatische Bilder und Videos von dem brennenden Bus zu sehen. Identifizierung der Toten schwierig Der mutmaßliche Brandstifter sei mit Säcken in den Bus eingestiegen und habe sich nach Angaben von Zeugen eigenartig verhalten, sagte der Staatsanwalt. Plötzlich habe sich der Mann mit einer entflammbaren Flüssigkeit übergossen und angezündet. Der Brand ereignete sich nach Angaben der Polizei am Dienstagabend gegen 18.25 Uhr. Das Feuer breitete sich nach Angaben von Behördenvertretern rasch aus. Das Fahrzeug brannte auf einer Hauptstraße im Ortszentrum der Gemeinde Kerzers völlig aus. Die Identifizierung der sechs Toten könnte laut der Polizei mehrere Tage in Anspruch nehmen. Das völlig ausgebrannte Wrack des Busses wurde in der Nacht geborgen. Nach einer umfangreichen Spurensicherung wurde die Straße mitten im Ort wieder freigegeben. Die Staatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren eröffnet.