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11.08.2026
11:16 Uhr
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Zwei chinesischen Staatsbürgern wird die Spionage von US-südkoreanischen Militärinformationen vorgeworfen. Sie wurden in Südkorea verhaftet, ihnen droht lebenslange Haft.

In Südkorea sind zwei chinesische Staatsbürger wegen Spionageverdachts festgenommen worden. Bei den Verdächtigen handelt es sich um frühere Angehörige der chinesischen Volksbefreiungsarmee, wie Südkoreas amtliche Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf Polizeiangaben berichtete. Den Männern wird nach südkoreanischem Recht unter anderem die sogenannte Begünstigung des Feindes vorgeworfen, wofür eine Höchststrafe von lebenslanger Haft verhängt werden kann. Einem der zwei Männer wird demnach vorgeworfen, den Funkverkehr zwischen Kampfjets der USA und Südkorea abgehört zu haben. Dafür soll der etwa 60-jährige Chinese seit Januar 2024 mehrfach mit einem Touristenvisum in die südwestliche Stadt Gunsan eingereist sein und in einem Hotel nahe dem Flughafen mit professioneller Ausrüstung die Kommunikation zwischen Kampfjets und Fluglotsen abgehört haben. Rund 28.500 US-Truppen in Südkorea stationiert Auf dem Flughafen Gunsan sind sowohl Einheiten der südkoreanischen als auch der US-Luftwaffe stationiert. Die Aufenthalte des Mannes in Südkorea sollen zeitlich mit gemeinsamen Luftwaffenübungen von Südkorea und den USA zusammengefallen sein, hieß es. Der zweite Verdächtige ist ein 45-jähriger Chinese. Er soll laut dem Bericht eine Südkoreanerin angeworben haben, die auf dem US-Militärstützpunkt Camp Humphreys südlich von Seoul gearbeitet hat, dem größten ausländischen US-Militärstützpunkt. Von dort aus soll sie geheime Informationen über US-südkoreanische Militärübungen beschafft haben. Die US-Armee stationiert in Südkorea rund 28.500 Soldaten und führt jedes Jahr gemeinsam mit den südkoreanischen Streitkräften Militärübungen durch. Die nächste gemeinsame Übung soll kommende Woche beginnen.