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04.10.2026
16:03 Uhr
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Linkenchefin Ines Schwerdtner weist den Vorstoß für ein rot-rot-grünes Bundesbündnis zurück. Man stehe nicht als Mehrheitsbeschafferin für Machtspielchen zur Verfügung.

Die Linkenparteivorsitzende Ines Schwerdtner hat den Vorstoß von Grünenfraktionschefin Katharina Dröge für eine rot-rot-grüne Dreierkoalition auf Bundesebene kritisiert. »Die Linke steht nicht als Mehrheitsbeschafferin für Machtspielchen zur Verfügung«, sagte Schwerdtner. Die Linkenchefin äußerte Unverständnis darüber, dass sich Dröge die Option eines schwarz-grünen Bündnisses mit der Union auf Bundesebene offenhalten will. »Wenn Frau Dröge eine Koalition mit CDU und Linken gleichermaßen für eine Aufbruchserzählung hält, hat sie keinen Kompass«, kritisierte Schwerdtner. »Dann geht es ihr nur um Macht.« Die Linke hingegen wolle »etwas für die Mehrheit in der Bevölkerung verändern«. Im Interview mit der ZEIT hatte Dröge sich im Hinblick auf die Bundestagswahl 2029 für eine Koalition von Grünen, SPD und Linken auf Bundesebene ausgesprochen. »Grün-Rot-Rot wäre sich in vielen sozialen Fragen und hoffentlich auch beim Klimaschutz einig«, sagte Dröge. Doch auch eine Koalition mit CDU/CSU schloss Dröge nicht aus: »Nur Schwarz-Grün und Grün-Rot-Rot wären Regierungen mit einer eigenen Aufbruchserzählung.« Beide Konstellationen gab es auf Bundesebene bislang noch nicht. Im aktuellen Bundestag hätte kein solches Bündnis eine Mehrheit.