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09.03.2026
14:57 Uhr
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In Baden-Württemberg haben CDU und Grüne gleich viele Mandate erhalten. Jens Spahn regt an, dass jeder Spitzenkandidat jeweils 2,5 Jahre Ministerpräsident sein könnte.

Angesichts des knappen Wahlausgangs in Baden-Württemberg hat der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Jens Spahn, eine paritätische Aufteilung der Amtszeit des Ministerpräsidenten ins Spiel gebracht. Dieses Modell habe er dem CDU-Vorstand vorgeschlagen, teilte er nach einer Sitzung des Gremiums mit. Ein solches Modell würde bedeuten, dass sich die Spitzenkandidaten der beiden Parteien die fünfjährige Legislaturperiode aufteilen. Demnach wäre zunächst Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir für zweieinhalb Jahre Ministerpräsident, anschließend CDU-Kandidat Manuel Hagel. Hagel spricht von neuer und einmaliger Situation Auch andere CDU-Politiker haben sich am Rande der Bundesvorstandsklausur für das Modell der Aufteilung ausgesprochen, ohne namentlich genannt werden zu wollen. Sie sehen im Ergebnis der Wahl keinen Automatismus dafür, dass Cem Özdemir zum baden-württembergischen Ministerpräsidenten wird. Zwar hätten die Grünen als stärkste Partei den Auftrag, eine Regierung zu bilden, jedoch haben CDU und Grüne dieselbe Anzahl an Sitzen im neuen Landtag. Deshalb sei das Modell der Aufteilung denkbar. CDU-Chef und Bundeskanzler Friedrich Merz merkte ebenfalls an, dass sich die Pattsituation in der Regierung in Stuttgart abbilden müsse. Zugleich verwies er darauf, dass die CDU deutlich mehr Erststimmen als die Grünen gewonnen habe. Der Spitzenkandidat der CDU, Manuel Hagel, sprach angesichts der gleichen Anzahl an Sitzen im Parlament von einer neuen und einmaligen Situation. Dadurch würde sich ein klarer inhaltlicher Anspruch abbilden. "Da gehört alles auf den Tisch, alles auf den Prüfstand," sagte Hagel.