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07.10.2026
17:47 Uhr
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Er war einer der erfolgreichsten deutschen Maler des 19. Jahrhunderts – weil er so gut wie niemand sonst die Italienliebe zu Bildern machte: Oswald Achenbach.

Sehr früh wurde sein spektakuläres Maltalent entdeckt – Oswald Achenbach wurde 1835 schon im zarten Alter von acht Jahren an die Düsseldorfer Kunstakademie zugelassen. Dort lernte er das genaue Naturstudium. 1841 reiste er zum ersten Mal in den Süden. Und danach noch acht weitere Male, oft monatelang zog er mit seinen Malutensilien durch ganz Italien. Die Bilder und die Eindrücke, die er von dort mitbrachte, veredelte er in seinem Düsseldorfer Atelier zu mächtigen Sehnsuchtsbildern. Was Goethe mit seiner Italienischen Reise am Anfang des 19. Jahrhunderts literarisch geprägt hatte, setzte Achenbach in Öl auf Leinwand fort – er schenkte dem Norden Bilder eines friedlichen, bäuerlichen Italiens, das sich an den Küsten und in den Städten bei aufregender Abendbeleuchtung zu Festen und Umzügen trifft. Legendär ist vor allem Achenbachs Fähigkeit, die Luft und das Licht zu malen – bis heute kann man den Geist Italiens atmen, wenn man seine Bilder betrachtet. Giovanni di Lorenzo und Florian Illies, die beiden Hosts des Podcasts Augen zu , sind beide seit Langem den Italiendarstellungen Oswald Achenbachs verfallen. Aber in ihrem Gespräch geht es auch um seinen älteren Bruder Andreas – künstlerisch ebenso begabt, zog dieser nach einer brüderlichen Absprache in Europas Norden und schuf sagenhafte Fjordlandschaften aus Norwegen und raue Küstenszenen aus Holland. Das funktionierte im 19. Jahrhundert ebenfalls als Sehnsuchtslandschaft – heute aber scheint nur noch das südliche Arkadien seines Bruders Oswald die Menschen verzaubern zu können. Lob, Kritik, Anmerkungen? Schreiben Sie uns gern an augenzu@zeit.de .