Zeit 15.08.2026
08:25 Uhr

Ostsee: Blaualgen breiten sich an der Ostsee und in Seen aus


Satellitenbilder zeigen große Algenteppiche vor der mecklenburgischen Küste. Das Schweriner Gesundheitsministerium rät, Bereiche mit sichtbaren Algen zu meiden.

Ostsee: Blaualgen breiten sich an der Ostsee und in Seen aus
An der Ostsee und in vielen Seen Mecklenburg-Vorpommerns und Schleswig-Holsteins haben sich Blaualgen ausgebreitet. Satellitenbilder des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie zeigen große Algenteppiche vor den Küsten zwischen Rostock und Hiddensee. Die Teppiche reichen über das gesamte Binnenmeer bis vor die dänische Küste. Das Gesundheitsministerium in Schwerin rät Badenden, Bereiche mit sichtbaren Algenansammlungen zu meiden. Erkennbar ist eine Algenblüte an einer bläulich grünen Trübung des Wassers, Schlieren, Teppichen auf der Oberfläche oder an wolkenartigen Verteilungen im Wasser. Wo sich die Ansammlungen bilden, hängt von Wind und Wetter ab. Sie können sich innerhalb weniger Stunden verändern. Badeverbote an Seen in Schleswig-Holstein Betroffen sind an der Ostsee unter anderem die Küsten bei Rostock-Warnemünde, Kühlungsborn und Heiligendamm sowie die Wohlenberger Wiek bei Wismar. Auch der Peenestrom, der Schwandter See und der Melzer See im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte weisen Blaualgen auf. Badeverbote hat das Land bisher nicht ausgesprochen. In Schleswig-Holstein gelten an einigen Seen Badeverbote. Sie betreffen den Bordesholmer See, den Brahmsee, den Warder See und den Dörpsee, alle im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Nach Angaben des Landes gelten die Verbote voraussichtlich bis Mittwoch. Für mehrere Badestellen an der Ostsee im Kreis Ostholstein gibt es zudem Badewarnungen, etwa an der Küste vor Sierksdorf, Rettin und Scharbeutz. Nach Angaben des Landes sollen Badegäste auf das Schwimmen verzichten, wenn sie im Wasser ab Kniehöhe wegen der bläulich grünlichen Trübung ihre Füße nicht mehr erkennen. In diesen Fällen sollen auch Kleinkinder nicht am Ufer spielen oder im flachen Wasser planschen. Günstige Bedingungen durch Hitze Sommerliches Wetter bietet günstige Bedingungen für die Massenvermehrung von Blaualgen. Entgegen dem Namen handelt es sich nicht um Algen, sondern um sogenannte Cyanobakterien. Einzeln sind diese mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales in Mecklenburg-Vorpommern weist darauf hin, dass Cyanobakterien Giftstoffe bilden können. Möglich sind allergische Reaktionen, bei Berührung außerdem Reizungen von Haut und Schleimhäuten. Wer größere Mengen Wasser verschluckt, kann mit Übelkeit und Erbrechen reagieren.