Zeit 14.03.2026
11:43 Uhr

Nahverkehr: Schnieder möchte Comeback der Magnetschwebebahnen fördern


Der Bundesverkehrsminister will Magnetschwebebahnen unterstützen. Gefördert vom Bund könnten sie demnach im Nahverkehr eine Alternative zur U-Bahn werden.

Nahverkehr: Schnieder möchte Comeback der Magnetschwebebahnen fördern
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) möchte Magnetschwebebahnen als mögliche Alternative zu U- und Straßenbahnen im Nahverkehr fördern. Wie ein Sprecher Schnieders der Zeitung Rheinische Post sagte, sei die Technologie eine "verfügbare und konkurrenzfähige Alternative zu klassischen spurgeführten Verkehrssystemen". Dazu soll die Technologie als alternative Mobilitätsform vom Bund gefördert werden. "Besonders unter schwierigen topografischen Rahmenbedingungen gibt es gegenüber den anderen Systemen Vorteile." Dies habe eine Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2021 im Auftrag des damaligen Ministers Andreas Scheuer (CSU) ergeben. Die Umsetzung der Pläne könnte über die Öffnung des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG) erfolgen. Laut Koalitionsvertrag können hiermit "innovative Ansätze wie zum Beispiel Magnetschwebebahnen" gefördert werden. Im Rahmen des Gesetzes können Infrastrukturprojekte des ÖPNV anteilig bis zu 90 Prozent mit Bundesfinanzhilfen finanziert werden. Laut des Ressorts stehen dafür in diesem Jahr rund zwei Milliarden Euro zur Verfügung. Die Aufnahme von Magnetschwebebahnen sei derzeit in Abstimmung innerhalb der Bundesregierung . Magnetschwebebahn Transrapid bereits vor 2000 im Gespräch Vor der Jahrtausendwende wurde in Deutschland der Bau einer Magnetschwebebahn namens Transrapid diskutiert. Dabei sollte der Zug auf einem Magnetfeld zwischen Schiene und Waggon gleiten, ganz ohne Berührung. Wegen Zweifel am verkehrspolitischen Sinn und an den Kosten wurde der Bau der geplanten Strecke Hamburg–Berlin im Jahr 2000 gestoppt. Bei der vom Sprecher Schnieders angesprochenen Technologie handele es sich laut eigenen Angaben um eine Weiterentwicklung.