Zeit 10.08.2026
14:21 Uhr

Hybride Kriegsführung: DNA auf Drohne am Leipziger Flughafen gefunden


Die Ermittler am Leipziger Flughafen sind einen Schritt weiter: Auf der Drohne sind DNA-Spuren gefunden worden, die bereits in Litauen registriert worden sind.

Hybride Kriegsführung: DNA auf Drohne am Leipziger Flughafen gefunden
Auf der Drohne am Flughafen Leipzig/Halle sind Spuren von DNA gefunden worden. Nach Informationen der ZEIT wurde dieselbe DNA schon einmal in Litauen registriert. Am späten Dienstagabend war am Flughafen Leipzig/Halle in der Nähe ukrainischer Transportflugzeuge eine zuvor mit Sprengstoff und Zünder bestückte Drohne entdeckt worden. Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigen, dass die Drohne gegen 19.30 Uhr auf einer Tragfläche des Flugzeugs des Typs Antonow einschlug. In den Tragflächen befinden sich in der Regel Treibstofftanks. Auf den Aufnahmen sei zu sehen, dass das Gerät von der Tragfläche abprallte und zu Boden fiel. Warum der Sprengsatz nicht explodierte, sei noch unklar, hieß es. Er sei später nicht an der Drohne selbst vorgefunden worden, sondern in einiger Entfernung davon. Möglicherweise habe er sich beim Aufprall abgelöst. Ein infolge der Sperrung kurz danach durchstartendes Flugzeug kollidierte mit einem unbekannten kleineren Flugobjekt, möglicherweise einer zweiten Drohne. Keine Hinweise über Verbindung zu Anschlagsversuch 2024 Wie die Bild -Zeitung schrieb, ist die DNA noch keiner konkreten Person zugeordnet worden. Die DNA soll demnach jedoch mit einer älteren Spur übereinstimmen, die 2024 im Zusammenhang mit dem Brandanschlag am DHL-Logistikzentrum in Leipzig dokumentiert worden ist. Nach Informationen der ZEIT gibt es bislang allerdings keine Hinweise auf eine Verbindung zwischen den beiden Fällen. Am 20. Juli 2024 hatte sich im DHL-Logistikzentrum in Leipzig ein Luftfrachtpaket entzündet. Wegen einer Verspätung war das Paket am Boden explodiert – in der Luft hätte der Brand zu einem Flugzeugabsturz geführt. Sicherheitskreise gehen davon aus, dass das Paket im Auftrag Russlands platziert worden war. Auch in Großbritannien und Polen detonierten Pakete, die von den Logistikdiensten DHL und DPD befördert wurden. Im März ‌2026 erhob Litauens Generalstaatsanwaltschaft in diesem Zusammenhang Anklage gegen ​fünf Personen. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert. Mit Material der Nachrichtenagenturen Reuters, AFP und dpa.