Zeit 02.10.2026
16:17 Uhr

Hochschulen: Universität Jena wird Exzellenzuniversität


Hochschulen: Universität Jena wird Exzellenzuniversität
Die Friedrich-Schiller-Universität Jena darf sich als erste Hochschule in Thüringen künftig «Exzellenzuniversität» nennen. Das gab Bundeswissenschaftsministerin Dorothee Bär (CSU) in Bonn bekannt. Bundesweit standen Neuanträge von elf Universitäten und Verbünden zur Auswahl. Bis zu fünf neue Exzellenzstandorte konnten ausgewählt werden. Neben Jena erhielten die Universitäten Freiburg und Köln sowie der Verbund der Rhein-Main-Universitäten Darmstadt, Frankfurt und Mainz und der Verbund der Uni Bochum und der TU Dortmund («Ruhr Innovation Lab») den Zuschlag. Weg zur Exzellenzuniversität Thüringens größte Universität mit nach eigenen Angaben rund 17.000 Studierenden hatte im Mai 2025 die Förderung für zwei disziplinübergreifende Forschungsprojekte - sogenannte Exzellenzcluster - erhalten. Dadurch konnte sie sich um den Status als Exzellenzuniversität bewerben. Vergangenen November hatte die Hochschule nach eigenen Angaben den Antrag «Light. Life. Liberty. - Connecting People and Ideas» (deutsch: «Licht. Leben. Freiheit. - Menschen und Ideen verbinden») zur Bewerbung eingereicht. Ein weiterer Schritt war im Juni dieses Jahres der Besuch einer internationalen Gutachtergruppe in Jena. Zehn Hochschulen und Verbünde in Deutschland haben schon länger den Exzellenzstatus: die RWTH Aachen, die Universität Bonn, die TU Dresden, die Universität Hamburg, die Universität Heidelberg, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die LMU München, die TU München, die Universität Tübingen sowie ein Berliner Exzellenzverbund. Ihre Förderung war im Frühjahr für weitere sieben Jahre verlängert worden. Förderung ab 2027 Die ausgewählten Hochschulen und Verbünde werden im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern gefördert. Das Programm soll Spitzenforschung stärken und die Hochschulen international sichtbarer machen. Neben dem Prestige ist der Status auch mit Fördermitteln verbunden. Für Einzeluniversitäten bedeutet das bis zu 15 Millionen Euro jährlich, bei Verbünden bis zu 28 Millionen Euro. Über die Exzellenzförderung entschied die Exzellenzkommission, die aus einem Expertenkomitee aus der Wissenschaft sowie den Wissenschaftsministern von Bund und Ländern besteht. Die Förderung der ausgewählten Exzellenzstandorte beginnt zum 1. Januar 2027. Die Unis und Verbünde werden laut Bundesforschungsministerium dauerhaft gefördert. Jedoch müssen sie sich alle sieben Jahre einer wissenschaftlichen Evaluation stellen. © dpa-infocom, dpa:261002-930-781250/2