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13.08.2026
05:45 Uhr
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Krankenhäuser müssen mit Klimaanlagen ausgestattet werden, fordert der Städte- und Gemeindebund. Es bestehe Investitionsbedarf von mindestens 20 Milliarden Euro.

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) hat einen besseren Hitzeschutz für Krankenhäuser und Altenheime gefordert. »Krankenhäuser brauchen Klimaanlagen für die Patientinnen und Patienten, aber auch für das Klinikpersonal«, sagte DStGB-Präsident Ralph Spiegler der Rheinischen Post . »Wir sehen hier einen immensen Investitionsbedarf, nach überschlägigen Schätzungen in Höhe von mindestens 20 Milliarden Euro.« Die aktuellen Hitzewellen hätten »deutlich gezeigt, dass auch Krankenhäuser sowie Alten- und Pflegeheime besser auf derartige Ereignisse vorbereitet werden müssen«, sagte Spiegler. »Notwendig ist zudem eine besondere Betrachtung der Lage in den Alten- und Pflegeheimen, um auch hier den klimatischen Veränderungen Rechnung zu tragen und die Räumlichkeiten für die dort lebenden Menschen klimagerecht auszustatten.« An diesem Donnerstag und Freitag erwartet der Deutsche Wetterdienst eine neue, aber vergleichsweise kurze Hitzewelle . In den vergangenen beiden Monaten Juni und Juli war es in Westeuropa so heiß wie nie zuvor. Die Durchschnittstemperatur in der Region, zu der auch Deutschland gehört, betrug über beide Monate hinweg 21,62 Grad, teilte der EU-Klimadienst Copernicus vor wenigen Tagen mit. Tausende Tote durch Hitze Damit lagen die Temperaturen im Juni und Juli 2,79 Grad über dem langjährigen Durchschnittswert der Jahre 1991 bis 2020. Bereits der Monat Juni war der heißeste seit Beginn der Aufzeichnungen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) starben infolge der Hitze Tausende Menschen . Das RKI geht von 9.600 hitzebedingten Sterbefällen alleine zwischen dem 22. und 28. Juni aus. In Deutschland lagen die Temperaturen in diesen Tagen vielerorts um die 40 Grad. Mitte Juli hatte auch der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, vor den Folgen der Hitzewelle für Patienten und Klinikpersonal gewarnt . Auch er forderte zusätzliche Mittel für die Kühlung von Kliniken. »Für Klimaanlagen oder andere Kühltechnik bleibt nichts übrig, die Kliniken müssen weiter mit Verschattung, Ventilatoren und Kühlakkus improvisieren«, sagte Gaß der Rheinischen Post damals.