Zeit 08.08.2026
14:23 Uhr

Free Immersion: Apnoetaucher verpasst deutschen Rekord im Starnberger See knapp


Mehr als 80 Meter wollte Minja Marinković an einem Seil in die Tiefe des Starnberger Sees tauchen. Auf den letzten Metern verlor er jedoch kurz das Bewusstsein.

Free Immersion: Apnoetaucher verpasst deutschen Rekord im Starnberger See knapp
Der Apnoetaucher Minja Marinković hat den deutschen Rekord in der Disziplin Free Immersion im Starnberger See knapp verpasst. Der 29-Jährige wollte an der Allmannshauser Steilwand in 85 Meter Tiefe tauchen und damit den bisherigen Rekord von 80 Metern aus dem Jahr 2011 überbieten. Doch beim Auftauchen aus dem gut dreiminütigen Tauchgang wurde er kurz vor der Oberfläche in etwa drei Metern Tiefe ohnmächtig, damit zählt der Rekord nicht. Kurz nach dem Versuch teilte Marinković auf Instagram mit: »Ich habe es nicht ganz geschafft. Auf den letzten zwei, drei Metern ein Blackout gehabt, wurde aber gut rausgezogen und war dann auch sofort wieder da. Es hat gerade so nicht gereicht.« Bei der Free Immersion ziehen sich die Taucher ohne Flossen an einem Seil in die Tiefe. Ab etwa 30 Metern beginnt der freie Fall. Am Zielpunkt drehen sie um und ziehen sich am Seil wieder nach oben. Die größte Gefahr ist eine Bewusstlosigkeit durch Sauerstoffmangel. In 85 Metern Tiefe herrschen völlige Dunkelheit und ein enormer Wasserdruck. Marinković hatte den Tauchgang zuvor vor allem als mentale Herausforderung beschrieben. »Es ist ein sehr friedliches Gefühl«, sagte er. Gedanken zu fassen, sei in der Tiefe kaum möglich und auch nicht erwünscht, da jede zusätzliche Anstrengung Sauerstoff verbrauche. Rekord im Meer liegt bei 137 Metern An derselben Steilwand hatte 2018 bereits der Apnoetaucher Jens Stötzner versucht, den damaligen Rekord zu brechen. Er erreichte 81 Meter, verlor beim Auftauchen jedoch das Bewusstsein. Sein Versuch wurde deshalb nicht als Rekord anerkannt. Der deutsche Rekord in der Disziplin Free Immersion bleibt damit bei 80 Metern. Weltweit liegt die Bestmarke im Meer bei 137 Metern. Lange Zeit galt ein Tauchgang ohne technische Hilfsmittel auf mehr als 40 Meter als kaum vorstellbar.