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18.08.2026
12:21 Uhr
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Nach Vorwürfen gegen Freibergs Oberbürgermeister Philipp Preißler (Freie Wähler) werden nun dienstrechtliche Schritte geprüft. Nach «intensiver juristischer Vorarbeit» sei offiziell ein Disziplinarverfahren eröffnet worden, informierte das Landratsamt Mittelsachsen. «Es ist ein neutrales Verfahren, in dem be- und entlastende Tatsachen ermittelt werden.» Zum Zeitplan könnten wegen des Umfangs keine genauen Angaben gemacht werden, hieß es. Preißler wird vorgeworfen, in einem Leipziger Hotel randaliert und Gegenstände aus dem Fenster geworfen zu haben. Als die Polizei eingriff, soll er zwei Beamte leicht verletzt haben. Ermittelt wird wegen Sachbeschädigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe hatte ihm Landrat Sven Krüger (parteilos) verboten, seine Dienstgeschäfte weiter auszuüben. Preißler hatte das Amt als Oberbürgermeister erst Ende Juni angetreten. Er selbst hat sich bisher nicht öffentlich zu dem Vorfall geäußert. Stadtrat kommt zu Sondersitzung zusammen Aktuell führt Bürgermeister Martin Seltmann die Amtsgeschäfte im Freiberger Rathaus. Doch die Affäre beschäftigt weiter die Stadtpolitik. Am Donnerstag soll der Stadtrat zu einer außerordentlichen Sitzung zusammenkommen. Einziges Thema ist die aktuelle Situation rund um den Posten des Oberbürgermeisters. Ein Disziplinarverfahren dient dazu zu klären, ob ein Beamter seine Pflichten verletzt und damit ein Dienstvergehen begangen hat. Im Ergebnis wird geklärt, ob das Verfahren eingestellt oder eine Disziplinarmaßnahme ergriffen wird. Das kann von einem Verweis über Geldbußen und der Kürzung von Dienstbezügen bis hin zur Zurückstufung oder der Entfernung aus dem Beamtenverhältnis gehen. Die sächsische Gemeindeordnung ermöglicht auch die vorzeitige Abwahl eines Bürgermeisters. Das kann durch ein Bürgerbegehren oder einen Beschluss des Stadtrates eingeleitet werden. © dpa-infocom, dpa:260818-930-546485/1