Zeit 11.08.2026
09:55 Uhr

Erdbeben in Kolumbien: Kolumbien ruft nach Erdbeben landesweiten Notstand aus


In Kolumbien hat die Suche nach Überlebenden eines Erdbebens begonnen, bei dem es mindestens 130 Tote gab. Mehr als 2.000 Menschen werden vermisst.

Erdbeben in Kolumbien: Kolumbien ruft nach Erdbeben landesweiten Notstand aus
Kolumbiens Präsident Abelardo de la Espriella hat nach dem schweren Erdbeben der Stärke 7,4 einen landesweiten Notstand ausgerufen. Alle Kapazitäten würden mobilisiert, um auf die Katastrophe reagieren zu können, sagte de la Espriella. »An erster Stelle steht die Rettung der Menschen, die unter den Trümmern begraben sind«, sagte der kolumbianische Präsident. In einer digitalen Datenbank sind bereits mehr als 2.000 Menschen als vermisst registriert, vor allem in den besonders betroffenen Städten Cali und Pereira. Nach Angaben von Asocapitales, einer Vereinigung zur Koordination von Maßnahmen in den wichtigsten Städten des südamerikanischen Landes, starben mindestens 132 Menschen. Zudem seien mehr als 570 Verletzte gemeldet worden. Laut dem Innenministerium waren in Kolumbien mehr als 20 Gemeinden von dem Beben betroffen, besonders in der für Kaffeeanbau bekannten Region Departamento de Risaralda mit der Regionalhauptstadt Pereira. Mehr als 1.500 Wohnhäuser sind schwer beschädigt worden. Rund 60 Gebäude stürzten vollständig ein. Schäden gab es zudem in 18 Krankenhäusern und 52 Schulen. Mehrere Länder bieten Hilfe an In Cali, der drittgrößten Stadt des Landes, durchsuchten Rettungsteams und Anwohner die Überreste zerstörter Gebäude. Die abgelegene Region Chocó, in der das Epizentrum des Erdbebens lag, ist weiterhin nur schwer zugänglich. Große Teile des Gebiets können nur per Boot oder Flugzeug erreicht werden. In der Regionalhauptstadt Quibdó waren zudem Telefonverbindungen ausgefallen. Mehrere Staaten boten Kolumbien Unterstützung an. Solidaritätsbekundungen kamen am Montag unter anderem aus Mexiko, Brasilien, Ecuador, El Salvador und den USA. Die Vereinten Nationen und die Europäische Union erklärten ebenfalls ihre Bereitschaft zur Unterstützung. »Wir haben bereits unseren Satellitendienst Copernicus mobilisiert, um bei den Rettungseinsätzen zu helfen«, schrieb EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf X. »Und wir sind bereit, mehr Unterstützung zu leisten.«