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09.10.2026
06:00 Uhr
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Die Elbvertiefung am Freitag – Mit Protesten gegen die geplanten Kürzungen an Hamburgs Schulen, Peter Tschentscher in China und dem Schauspieler Merlin Sandmeyer

Liebe Leserin, lieber Leser, in der S\u00fcddeutschen Zeitung war neulich zu lesen, die Currywurst kehre zur\u00fcck \u2013 als tr\u00f6stendes, vertrautes Soul Food in einer fordernden Zeit. Ich hatte noch nicht mal mitbekommen, dass sie \u00fcberhaupt weg gewesen war. Sie hatte mich immer schon erwartet an den Orten, in die ich kam. Im Ruhrgebiet, wo ich studierte, war sie quasi zu Hause. In Berlin, wo ich Arbeit fand, war sie noch zuhauser. Und auch Hamburg hat zu ihr eine enge Beziehung, obwohl man Uwe Timms Die Entdeckung der Currywurst vielleicht nicht als historische Quelle betrachten sollte. Zum Currywurstkult geh\u00f6rt der Anspruch, die beste der Stadt zu haben. Er f\u00fchrte mich erst zu den Curry Pirates nach Barmbek, deren Feinkostvarianten mit Aprikosen im Wurstbr\u00e4t aber weit weg vom Original sind. Jahre sp\u00e4ter dr\u00e4ngte dann das Kiezlokal Zur Ritze ins Gesch\u00e4ft \u2013 mit einer beachtlichen Wurst. Unappetitlich fand ich blo\u00df den Tipp des Kochs, das Dessert im Puff seines Vertrauens einzunehmen. In der Kleinen Rast widerf\u00e4hrt einem so etwas garantiert nicht. Der Imbiss des Der-Hamburger -Verlegers David Pohle am Nienstedtener Elbufer hat den gediegenen Charme des Hamburger Westens. Als ich nach einem Spaziergang dort einkehrte, bedienten zwei sehr h\u00f6fliche Jungs. Ich merkte mir meine Abholnummer, ging mit einem Glas Ros\u00e9 an den Strand und freute mich auf die laut Werbung \u00bbbeste Currywurst (vor New York)\u00ab. Es wurde ein beschaulicher Abend mit Livemusik und adretten jungen Leuten, die im Sand sa\u00dfen und vapten. Ich mochte auch die ziemlich feste Wurst von einem Metzger aus Othmarschen. Und die fruchtige Tomatenso\u00dfe mit verhaltener Sch\u00e4rfe und die krossen Pommes. Doch der erhoffte Soul-Food-Effekt stellte sich nicht ein. Das muss am Ambiente gelegen haben, so sch\u00f6n es eigentlich ist. Mit Currywurst verbinde ich urbane R\u00e4udigkeit: Graffiti, Aschenbecher, Pappteller, Dosenbier. Nicht M\u00f6wen, laue Herbstluft und die Spiegelung der Sonne im Wasser. N\u00e4chstes Mal probiere ich das Fischbr\u00f6tchen, das sie hier auch anbieten. Es ist sicher das ebenfalls beste (vor Jork). Ich w\u00fcnsche Ihnen einen sch\u00f6nen Tag! Ihr Michael Allmaier Was heute wichtig ist Hamburgs Erster B\u00fcrgermeister Peter Tschentscher (SPD) reist heute mit einer rund 30-k\u00f6pfigen Delegation nach Vietnam und China. Im Mittelpunkt der Reise nach Ho-Chi-Minh-Stadt, Hanoi und Hamburgs Partnerstadt Shanghai stehen der Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen sowie der Kooperationen in der Wissenschaft, teilte der Senat mit. Karin Beier bleibt Intendantin am Deutschen Schauspielhaus . Der Aufsichtsrat habe ihre Vertragsverl\u00e4ngerung bis Juli 2031 einstimmig beschlossen, teilte die Kulturbeh\u00f6rde mit. Beier setze k\u00fcnstlerische Ma\u00dfst\u00e4be und f\u00fchre das Haus mit gro\u00dfer programmatischer Kraft und Klarheit, lobte Kultursenator Carsten Brosda (SPD). Das Schauspielhaus wurde 2024 unter ihrer Leitung zum Theater des Jahres gek\u00fcrt. Im Hafen ist eine Gasturbine des neuen Kraftwerks erfolgreich getestet worden. Die Turbine ist Teil einer Gas-und-Dampfturbinen-Anlage, die im sogenannten Energiepark Hafen in Waltershof installiert wird und nach Angaben der Energiewerke bis Jahresende in Betrieb genommen werden soll. Der Energiepark soll das Kohlekraftwerk Wedel ersetzen. Die Hochbahn erwartet in Zukunft einen geringeren Bedarf an Fahrern. Personalvorst\u00e4ndin Saskia Heidenberger sch\u00e4tzt, dass das autonome Fahren Mitte der 2030er-Jahre einen sp\u00fcrbaren Effekt haben werde. Sie plane derzeit mit Arbeitnehmervertretern, wie die Transformation bew\u00e4ltigt werden kann. Nach seiner Restaurierung wird heute das Denkmal Hier + Jetzt der deutsch-franz\u00f6sischen K\u00fcnstlerin Gloria Friedmann wieder eingeweiht. Es steht vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht und erinnert seit 1997 an die Opfer der nationalsozialistischen Justiz. Auf Initiative von Justiz- und Kulturbeh\u00f6rde sowie der Stadtkuratorin Joanna Warzsa (Z+) wurde das Kunstwerk diesen Sommer umfassend von Markus Lohmann (Z+) saniert. Aus Hamburg Um 18.10 Uhr trabte ein Kind auf allen Vieren durch den Saal Hamburg plant einen Stellenabbau an Ganztagsgrundschulen. Dar\u00fcber wollten sich so viele Eltern beschweren, dass das Rathaus wegen \u00dcberf\u00fcllung gesperrt wurde. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Artikel von ZEIT-Redakteur Oskar Piegsa. Es passiert nicht oft, dass ein Rathaus wegen \u00dcberf\u00fcllung geschlossen werden muss. Doch in Hamburg war es an diesem Mittwochabend so weit. Der Schulausschuss der B\u00fcrgerschaft hatte zu einer \u00f6ffentlichen Anh\u00f6rung in den Festsaal des Hauses geladen. In dem prunkvollen Raum, unter drei tonnenschweren, golden glitzernden Kronleuchtern, konnten B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger ihrem \u00c4rger \u00fcber geplante Einsparungen an Ganztagsgrundschulen Luft machen. Diese Einladung nahmen viele an. Zu viele, wie sich zeigte. Bereits um 16 Uhr hatte eine Demonstration vor dem Rathaus begonnen, an der sich nach Medienberichten 800 Menschen beteiligten. Viele von ihnen setzten sich kurz darauf in Bewegung, mit Protestbannern in der einen Hand, Grundsch\u00fclern an der anderen, teils auch mit kleinen Geschwistern in Kinderwagen, durch das gro\u00dfe Portal ins Rathaus hinein. Schnell staute es sich auf der Rathausdiele und an den Treppen zum Festsaal, der ebenfalls voller Menschen war. Schon um kurz vor 17 Uhr hie\u00df es: Einlassstopp! Der Menschenauflauf markierte einen historischen Moment: Nach Jahren des beharrlichen Ausbaus des Schulsystems, in denen Hamburg sich vom bildungspolitischen Problemfall zum Vorbild f\u00fcr andere Bundesl\u00e4nder mauserte (Z+) , plant der rot-gr\u00fcne Senat wegen der angespannten Haushaltslage (Z+) nun sp\u00fcrbare Einschnitte an den Schulen. Wie es ab 17 Uhr im Saal weiterging und mit welchen Argumenten Hamburgs Bildungssenatorin Ksenija Bekeris (SPD) die Sparpl\u00e4ne verteidigte, lesen Sie in der ungek\u00fcrzten Fassung . \u2192 Zum Artikel (Z+) Schon gelesen? Der gro\u00dfe kleine Bruder Fridolin Sandmeyer lebt seinen Traum in Berlin: Er wird Schauspieler. Doch dann folgt ihm sein j\u00fcngerer Bruder Merlin in den Beruf \u2013 und wird erfolgreicher. Merlin Sandmeyer lebt in Hamburg und wurde vor allem durch die Fernsehserie \u00bbDie Discounter\u00ab ber\u00fchmt. G\u00f6nnt der Gro\u00dfe dem Kleinen das? ZEIT-Redakteurin Stella Schalamon hat die beiden getroffen. \u2192 Zum Artikel (Z+) Darauf k\u00f6nnen Sie sich freuen Bei der Code Week, die am Samstag startet, k\u00f6nnen Kinder und Jugendliche an kostenfreien Workshops zum Thema Hacken und Programmieren teilnehmen. Morgen etwa gibt es von 10\u201316 Uhr eine Mitmachmesse in der Zentralbibliothek am H\u00fchnerposten. Code Week , 10.\u201325.10.; diverse Orte Meine Stadt Hamburger Schnack Eine junge Frau vor dem Drogeriemarkt zu ihrer Freundin: \u00bbAlso, wenn ich kein Parf\u00fcm drauf hab, ist es nicht so, dass ich stinke. Aber ich habe so gar keinen Charakter!\u00ab Geh\u00f6rt von Christoph Farkas Das war die Elbvertiefung, der t\u00e4gliche Hamburg-Newsletter der ZEIT. Wenn Sie m\u00f6chten, dass er t\u00e4glich um 6 Uhr in Ihrem Postfach landet, k\u00f6nnen Sie ihn hier kostenlos abonnieren .