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11.03.2026
17:38 Uhr
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In der umkämpften Region Kurdufan sind bei einem Drohnenangriff 40 Menschen getötet worden. Nach Angaben eines Zeugen waren sie unterwegs zu einer Beerdigung.

In der sudanesischen Region Kurdufan sind bei einem Drohnenangriff auf einen Lkw am Dienstag 40 Menschen getötet worden. Die Region ist das Epizentrum der Kämpfe zwischen der Armee und der RSF-Miliz. Die Menschen waren auf dem Weg zu einer Beerdigung, wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf medizinische Kreise und einen Zeugen meldet. Die Getöteten seien überwiegend Frauen. Wie der Zeuge am Ort sagte, gehörten die meisten Passagiere derselben Familie an. Im Sudan führen die Armee des Militärherrschers Abdel Fattah Burhan und die RSF-Miliz seines früheren Stellvertreters Mohammed Hamdan Daglo seit April 2023 einen Machtkampf. Die Kämpfe haben sich in den vergangenen Monaten intensiviert. Dabei wurden wiederholt Drohnen eingesetzt, die bewohnte Gebiete, Schulen und Krankenhäuser trafen. Bereits am Sonntag wurden im Westen der Region bei Drohnenangriffen auf die Ortschaften Wad Banda und Abu Sabad mindestens 33 Menschen getötet. Nach Angaben eines Arztes wurden viele weitere Menschen verletzt. Durch den Krieg sind Zehntausende Menschen getötet worden, mehr als elf Millionen Menschen wurden vertrieben. Der Konflikt hat zu einer der schlimmsten humanitären Krisen weltweit geführt. Bemühungen um eine Waffenruhe blieben bislang erfolglos.