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27.09.2026
11:25 Uhr
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Lange sah es so aus, als ob in Berlin ein neuer Marathon-Weltrekord aufgestellt werden würde, doch Tigst Assefa bekam Muskelkrämpfe. Bei den Männern siegte Guye Adola.

Nach Verletzungsproblemen auf den letzten Metern hat Tigst Assefa den Weltrekord beim Marathon in Berlin knapp verpasst. Die Äthiopierin hatte auf dem letzten Kilometer plötzlich Krämpfe und lief trotzdem in 2:11:04 Stunden Streckenrekord und die drittschnellste Zeit in der Geschichte. Sie verfehlte allerdings den Weltrekord von Ruth Chepngetich, die 2024 in Chicago nach 2:09:56 Stunden ins Ziel gekommen war. Die Kenianerin ist derzeit aber wegen eines positiven Dopingtests gesperrt. Vor drei Jahren war Assefa in 2:11:53 Stunden Weltrekord gelaufen. Dann stellte Chepngetich einen neuen Rekord auf. »Ich bin sehr gut vorbereitet und will meine Bestzeit unterbieten«, hatte Assefa vor dem Lauf gesagt. Sie wollte in Berlin einen neuen Weltrekord aufstellen. Dass sie eigentlich in Topform ist, hatte Assefa zuletzt im April in London mit ihren 2:15:41 Stunden gezeigt, als sie den Weltrekord in einem reinen Frauenrennen verbesserte. Bei nahezu optimalen Bedingungen in der Hauptstadt lief Assefa angetrieben von mehreren Tempomachern und Zehntausenden Fans an der Strecke. Die Olympia-Zweite von Paris und WM-Zweite von Tokio ging allerdings etwas langsamer als Chepngetich bei ihrem Weltrekord in Chicago ins Rennen. Doch Assefa hielt das Tempo auf der zweiten Hälfte des Marathons konstant hoch. Esther Pfeiffer, die den deutschen Rekord von Irina Mikitenko aus dem Jahr 2008 (2:19:19 Stunden) unterbieten wollte, musste beim zweiten Marathon in ihrer Karriere schon nach rund 15 Kilometern aufgeben. Guye Adola aus Äthiopien ist schnellster Mann Bei den Männern lief Guye Adola aus Äthiopien nach der verletzungsbedingten Absage des Weltrekordhalters Sabastian Sawe in 2:02:51 Stunden ins Ziel. Die schnellsten deutschen Marathonläufer um Europameister Amanal Petros waren in Berlin nicht am Start.