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18.08.2026
07:56 Uhr
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Menschen in Altersteilzeit nutzen überwiegend das Blockmodell, bei dem die Lohnauszahlung gestreckt wird. Die Rentenkommission sieht eine Abschaffung dieses Modells vor.

Die große Mehrheit der Beschäftigten in Altersteilzeit nutzt das sogenannte Blockmodell. Rund vier von fünf Angestellten entschied sich für diese Form der Altersteilzeit, wie aus einer Antwort des Sozialministeriums auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Sarah Vollath hervorgeht. Im Jahr 2023 machten demnach rund 284.000 Menschen Gebrauch von der Option Altersteilzeit, davon im langjährigen Durchschnitt 82 Prozent im Blockmodell. Das Blockmodell sieht eine Streckung der Lohnauszahlung über einen längeren Zeitraum vor. In einer ersten Phase arbeiten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Vollzeit, bekommen aber nur einen Teil des Lohns. In der zweiten Phasen wird die gleiche Summe weiter ausgezahlt, die Beschäftigten müssen aber nicht mehr arbeiten. Die Linke fürchtet bei Abschaffung des Modells mehr betriebsbedingte Kündigungen Die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission empfiehlt eine Abschaffung dieses Modells. Zudem soll der mögliche Start einer Altersteilzeit von 55 auf 58 Jahre angehoben werden. Die Spitzen der schwarz-roten Koalition plädierten seit der Veröffentlichung des Berichts dafür, die Vorschläge ohne Änderungen umzusetzen . Die Linke kritisierte die geplante Abschaffung und sieht im Fall der Fälle die Gefahr von mehr betriebsbedingten Kündigungen. »Mit dem Blockmodell will die Regierung nicht nur ein beliebtes, sondern vor allem auch ein bewährtes Instrument des sozial abgesicherten und flexiblen Übergangs in den Ruhestand abschaffen«, sagte Linkenpolitikerin Sarah Vollath. »Gerade vor dem Hintergrund des massiven Stellenabbaus in der Industrie ist eine so drastische Einschränkung der Altersteilzeit mehr als fahrlässig.« Vor allem männliche Beschäftigte in großen Betrieben nutzen Altersteilzeit Das Sozialministerium teilte hingegen mit, die Bundesregierung habe »im Blick, dass die Altersteilzeit ein Instrument ist, welches im Rahmen von betrieblichen Umorganisationen eingesetzt werden kann, um Personal sozialverträglich abzubauen«. Die Empfehlung der Rentenkommission »bedeutet nicht, dass die Altersteilzeit abgeschafft werden soll«. Altersteilzeitvereinbarungen seien weiter möglich, ebenso wie zum Beispiel die »Nutzung von Wertguthaben«. Das sind Konten der Arbeitnehmer beim Arbeitgeber, auf denen ein Teil des Entgelts oder Arbeitszeit angespart werden können. Laut Angaben des Sozialministeriums nutzen vor allem Männer, die in vergleichsweise großen Betrieben arbeiten, Altersteilzeit. Im Jahr 2023 machten rund 189.000 Männer und 95.000 Frauen davon Gebrauch. In 47 Prozent aller Fälle waren sie in Betrieben mit mehr als 1.000 Beschäftigten. Die Branchen mit der häufigsten Nutzung waren den Regierungsangaben zufolge Energieversorger, Finanz- und Versicherungsdienstleister und das verarbeitende Gewerbe.