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23.09.2026
20:10 Uhr
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Das US-Heimatschutzministerium nutzt ein riesiges Überwachungssystem, um Migranten festzunehmen. Darüber möchte die Behörde die Öffentlichkeit im Dunkeln lassen.

Es ist noch dunkel an diesem Oktobermorgen, als Beamte von ICE und Grenzschutz in Woodburn, einer Kleinstadt südlich von Portland einen weißen Van stoppen und umstellen. Viele Menschen in dieser Stadt im US-Bundesstaat Oregon haben lateinamerikanische Wurzeln. In den Augen von ICE, der amerikanischen Zoll- und Einwanderungsbehörde, die nach dem Willen von Donald Trump das Ziel von einer Million Abschiebungen pro Jahr nur irgend möglich erreichen soll, ist Woodburn ein lohnendes Ziel. Der Van war kurz zuvor bei einem Wohnblock losgefahren, den die Agenten observieren. »Schlag die Scheibe ein«, ruft einer der Beamten, während ein anderer die sieben Insassen des Kleintransporters noch dazu auffordert, die Fenster zu öffnen. Sekunden später zertrümmert der Beamte die Fahrerscheibe des Autos. Eine 45 Jahre alte Frau im Inneren, Gerichtsakten bezeichnen sie später nur mit dem anonymisierenden Kürzel MJMA, versucht noch verzweifelt den Notruf der Polizei anzurufen. Sie und die anderen werden aus dem Auto gezerrt, gefesselt und auf den Bürgersteig gesetzt.