Zeit 20.03.2026
05:46 Uhr

(+) Leistungsdruck: "Ich bin ganz schön getrieben"


Bei der Arbeit läuft es, privat auch. Trotzdem ist Sebastian oft unzufrieden. Das kann man ändern, sagt unser Jobcoach und erklärt, wie man die tiefere Ursache entdeckt.

(+) Leistungsdruck:
Er absolviert ein Talentförderprogramm im Unternehmen und koordiniert ein Team: Trotzdem ist Sebastian Ferner* nie zufrieden. Er fragt sich: Wie kann ich lernen, meine Erfolge anzuerkennen? DIE ZEIT hat ihn zu Jobcoach Jens König geschickt, der hier über seine Arbeit mit Sebastian schreibt. Ich habe einen sicheren Job, bin Teamkoordinator in einem großen Unternehmen in Süddeutschland und würde mich leistungsmäßig als okay einstufen: weder erfolglos noch besonders erfolgreich. Finanziell haben meine kleine Familie und ich keine Probleme. Mir geht es eigentlich gut. Dennoch bin ich oft unzufrieden, vor allem im Job. Wenn ich ein Ziel erreicht, eine Aufgabe bewältigt oder einen neuen Karriereschritt gemacht habe, kann ich mich darüber nicht lange freuen. Ich suche nach Dingen, die ich hätte besser machen können. Oder ich vergleiche mich mit Kollegen, die jünger und erfolgreicher sind als ich. Dadurch bekomme ich das Gefühl, dass das, was ich erreicht habe, weniger wert sei. Also suche ich neue Herausforderungen. Dann geht es wieder von vorn los. Ich bin nie nachhaltig zufrieden. Warum ist das so? Wie kann ich lernen, meine Erfolge anzuerkennen?