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16.08.2026
17:49 Uhr
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Das Hohe Venn in Belgien brennt. Kurz vor Deutschland stockt das Feuer – Stand jetzt. Auf beiden Seiten der Grenze könnte die Lage nicht unterschiedlicher sein.

Viel Zeit hat er nicht, der junge belgische Feuerwehrmann mit den definierten, tätowierten Oberarmen und dem geschorenen blonden Kopf. Er steht mit seinen Kameraden am Straßenrand in Sourbrodt, dem nördlichsten Ortsteil der belgischen Gemeinde Waimes im Hohen Venn und damit auch dem ersten, der am Samstagmittag, als das Feuer sich immer rapider ausbreitete, evakuiert wurde. In seiner Hand hält er einen Pappbecher Kaffee. Hundert Meter hinter ihm beginnt die Straßensperre, beginnt das Einsatzgebiet, beginnt das Feuer. Seinen Namen verrät der junge Mann nicht, ein offizielles Interview müssten seine Vorgesetzten freigeben, doch die haben gerade Besseres zu tun. Das verrät der Rauch, der mal einige Minuten lang weiß, dann für eine Zeit lang bräunlich-orange aus dem Wald in die Ortschaft zieht. Einen Einblick in das, was er seit Freitagabend erlebt – zehn Stunden im Wald, zehn Stunden Pause, dann wieder zehn Stunden in den Wald –, will er trotzdem geben. Aber erst, wenn ein paar Schlucke Kaffee im Körper sind.