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14.08.2026
18:24 Uhr
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Lange hatte die Fifa den Vereinten Nationen etwas voraus. Das ist nun vorbei. Über Schiedsrichter, unbegrenzte Autorität und die politische Lage

Dass die Art, Fußball zu spielen, und die politische Grundstimmung einer Gesellschaft etwas miteinander zu tun haben, haben sensible Beobachter in Deutschland schon immer geahnt: Herrschte im Land eine politisch-gesellschaftliche Aufbruchstimmung, spielte die Nationalmannschaft einen erfrischend mutigen und kreativen Fußball, und hatten sich Sorgen und Ängste wie Mehltau über das Land gelegt, war ihr Spiel einfallslos und ineffektiv. Ob beides ursächlich miteinander zusammenhing oder ob es sich um eine ökologische Korrelation handelte, also das Zusammentreffen zweier Zustände, bei der ein womöglich unbekanntes Drittes die gemeinsame Ursache ist, ließ sich natürlich nicht mit Sicherheit sagen. Man suchte in Deutschland auch nicht nach einer gemeinsamen Ursache, um den Zauber der Beobachtung nicht zunichtezumachen. Dass sich aus der Stimmung im Land das Abschneiden der Nationalelf bei Europa- und Weltmeisterschaften vorhersagen lässt, ist ein sehr viel zuverlässiger Indikator als die Präferenz von Kröten oder Fröschen für die ihnen angebotenen Nationalfarben. Diese Antizipation hat auch bei der jüngsten WM in den USA nicht getrogen.