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23.09.2026
20:12 Uhr
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Chinesische Studenten sollen im Staatsauftrag deutsche Unis bespitzeln und Professoren in die Volksrepublik locken. Das Ziel: militärisch nutzbare Forschungsergebnisse

Auf dem einzigen bekannten Foto von Xuejun C. sind lediglich die Beine erkennbar, Kopf und Oberkörper stecken unter einer übergeworfenen Jacke. Zwei Beamte laufen links und rechts von ihm. Schusssichere Westen, Masken, Waffenholster. C., 55 Jahre alt, deutscher Staatsbürger, ist auf dem Weg zum Haftrichter. Er soll ein Spion sein – beauftragt von China. Seine Ehefrau Hua S. und er wurden Mitte Mai in München festgenommen, der Vorwurf: Agententätigkeit. Ein chinesischer Geheimdienst soll das deutsche Paar auf »wissenschaftliche Informationen über militärisch nutzbare Hochtechnologie« angesetzt haben, wirft ihnen der Generalbundesanwalt vor. Die Eheleute hätten dafür Kontakte zu deutschen Wissenschaftlern geknüpft, die zu Luft- und Raumfahrttechnik, Informatik und künstlicher Intelligenz forschen. Laut Bundesanwaltschaft seien acht Hochschuleinrichtungen betroffen. Einige dieser Wissenschaftler hätten daraufhin in China Vorträge gehalten, nicht ahnend, dass im Publikum nicht zivile Fachleute, sondern Vertreter staatlicher Rüstungsunternehmen saßen.