Zeit 09.03.2026
18:09 Uhr

(+) Diskriminierung in der Schule: Wenn der Migrationshintergund für Schüler zum Vorteil wird


Schüler aus Zuwandererfamilien werden bei Noten und Schulempfehlungen nicht diskriminiert, sondern sogar bevorteilt. So zeigen es Studien. Aber wie kann das sein? 

(+) Diskriminierung in der Schule: Wenn der Migrationshintergund für Schüler zum Vorteil wird
Es gibt Gewissheiten über das deutsche Bildungssystem, die fast alle teilen. Eine lautet: Schülerinnen und Schüler aus Einwandererfamilien werden in der Schule diskriminiert. Man hört diese Aussage in bildungspolitischen Diskussionen, liest sie in Debattenbüchern oder Zeitungsartikeln. Ausgelacht worden sei er von Mitschülern und Lehrern, als er sagte, er wolle aufs Gymnasium, erzählt etwa Cem Özdemir, Spitzenkandidat der Grünen bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg. Und die Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, schreibt in ihrem Abrechnungsbuch (Ich bin von hier. Hört auf zu fragen!) über die Fehler der deutschen Integrationspolitik: "Wenn ich es geschafft habe, dann trotz des deutschen Bildungssystems, nicht wegen." Die Lehrer hatten sie nach der Grundschule nur für die Hauptschule empfohlen – trotz guter Zeugnisse.