Zeit 09.08.2026
06:07 Uhr

(+) Buckelwal: »Das geht nicht«


Mitarbeiter warnten Till Backhaus vor der Rettung des Buckelwals Timmy, ein Abteilungsleiter meldete sich am Ende gar krank. Hat der Minister sein Haus ignoriert?

(+) Buckelwal: »Das geht nicht«
Am 2. Mai, nahe 57°44′ N und 10°38′ O, endet auf dem rauen Meer vor Skagen ein Rettungsversuch, wie es ihn in Deutschland noch nicht gegeben hat: Ein Buckelwal, den die einen Timmy, die anderen Hope nannten, wird aus einer Barge ins offene Meer gelassen. Eine wild zusammengewürfelte Privatinitiative, finanziert von zwei Millionären, hatte das Tier von der Ostseeinsel Poel dorthin schleppen lassen, mehr als 115 Seemeilen weit. Der Wal ist schwer krank. In seinem Maul stecken Reste eines Netzes, seine Haut ist giftgrün befleckt, wie ein Stein voller Moos. Viele nationale und internationale Experten warnten vor der Aktion: Es sei nicht mehr angebracht, das Tier zu stören, es bedeute nur Quälerei. Aber auf Poel und im Internet forderte eine Bewegung laut, es doch zu versuchen – egal, was die Fachleute sagen.