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15.03.2026
20:12 Uhr
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Banksys Geheimnis ist gelüftet, sagen drei britische Journalisten. Sie wollen den wahren Namen des Künstlers herausgefunden haben. Wie schade

Nein, er ist nicht gestorben, und doch ist er nicht mehr der, der er eben noch war. Nicht mehr Banksy, das Gerücht. Nicht länger ein Künstler ohne Gesicht, von dem alle gerne wissen wollten, wer er eigentlich ist, wo er wohnt, wie er es hinbekommt, an immer neuen, überraschenden Orten seine Graffiti zu hinterlassen. Jetzt weiß man es mit ziemlicher Sicherheit. Und nichts, rein gar nichts, ist damit gewonnen. Im Gegenteil, es ist eine Enthüllung mit zersetzenden Folgen. Banksy, das Phantom, hat sich aufgelöst. Schon vor fast 20 Jahren kursierte die Vermutung, bei dem populärsten Bildermacher der Gegenwart könnte es sich um einen aus Bristol stammenden Mann handeln, sein Name Robin Gunningham. Doch bestätigen konnte das bislang niemand mit Gewissheit, der Künstler selbst wollte ohnehin anonym bleiben; regelmäßig ließ er seinen Manager alle Mutmaßungen zurückweisen. Jetzt allerdings sind drei Journalisten der Nachrichtenagentur Reuters mit enormem Aufwand und stolzem Reisebudget alle erdenklichen Spuren noch einmal abgeschritten. Und siehe da: wieder bei Gunningham gelandet.