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06.10.2026
16:18 Uhr
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Jüdinnen und Juden zählten zu den frühen Förderern moderner Kunst. Dann raubten die Nazis ihre Sammlungen. Eine Ausstellung in Hamburg bringt 15 davon wieder zusammen.

Wie heikel die aktuelle Ausstellung im Bucerius Kunst Forum ist, zeigen die Gemälde, die es hier nicht an die Wände geschafft haben: Zwei Landschaftsbilder von Jean-Baptiste Camille Corot aus dem späten 19. Jahrhundert sind lediglich als Schwarz-Weiß-Fotos zu sehen. Darunter steht der Hinweis, die Ausleihe sei »im letzten Moment nicht zustande gekommen, weil rechtliche Fragen nach Besitzansprüchen [...] nicht abschließend geklärt werden konnten«. Der ausländische Leihgeber bekam keine Garantie von der Bundesregierung, dass die Gemälde in Deutschland nicht wegen des Verdachts auf NS-Raubkunst beschlagnahmt werden würden. Also stoppte er die Ausleihe, als die Ausstellung bereits im Aufbau war.