Wieder Aufregung um die Carolabrücke: Nach dem Fund einer Weltkriegsbombe an der ehemaligen Überquerung wird ein Großteil der Dresdner Innenstadt am Mittwoch evakuiert. Die Untersuchung zweier verdächtiger Gegenstände am Neustädter Elbufer ergab nach Angaben der Feuerwehr, dass es sich in einem Fall um Kampfmittel handelt. Die Entschärfung soll am Mittwoch erfolgen. Es ist laut Feuerwehr die bisher größte Evakuierung in Dresden. Rund 18.000 Anwohner sowie Pendler und Touristen müssen bis 9 Uhr den Sperrkreis mit einem Radius von 1000 Metern um die Fundstelle verlassen. Eine Notunterkunft steht ab 7 Uhr in der Messe Dresden bereit. Dorthin verkehren zusätzliche Busse und Straßenbahnen der Dresdner Verkehrsbetriebe. Der Sperrkreis umfasst große Teile des Dresdner Stadtzentrums: die Altstadt mit Residenzschloss, Semperoper und Frauenkirche sowie die Innere Neustadt südlich des Albertplatzes. Auch die Polizeidirektion, der Landtag, mehrere Ministerien, Alten- und Pflegeheime, Kindertagesstätten und weitere soziale Einrichtungen liegen in dem Gebiet. Funde bei Kampfmittelsondierung für Neubau der Carolabrücke Die mutmaßlichen Blindgänger waren im Februar gefunden worden. Ab Oktober hatten Experten eine Kampfmittelsondierung in dem Bereich durchgeführt, auf dem die eingestürzte Carolabrücke neu gebaut werden soll. Auf der Altstädter Seite der Elbe waren die Arbeiten bereits Ende vergangenen Jahres ohne Bombenfunde abgeschlossen worden. Auf der Neustädter Seite wurden seit Mitte Februar 31 sogenannte „Störstellen“ überprüft, von denen sich 29 als ungefährlich herausstellten. Am Nachmittag wurden die beiden verbleibenden Verdachtsfälle untersucht. Bei den Abrissarbeiten an der Carolabrücke (verlinkt auf https://www.welt.de/vermischtes/article253468472/Carolabruecke-Dresden-Es-ist-fuenf-nach-Zwoelf-mahnt-der-Experte-und-richtet-einen-Appell-an-die-Politik.html) gab es im vergangenen Jahr bereits vier Bombenfunde. Im August waren 17.000 Betroffene für eine Entschärfung evakuiert worden. Neue Brücke in Dresden soll bis 2031 fertig sein Die Carolabrücke – ein Spannbetonbauwerk aus der DDR-Zeit – war in der Nacht zum 11. September 2024 teilweise eingestürzt (verlinkt auf https://www.welt.de/vermischtes/article253451576/Dresden-Carolabruecke-teilweise-eingestuerzt-Erster-Hinweis-auf-moegliche-Ursache.html) . Verletzt wurde dabei niemand. Der Abriss dauerte etwa ein Jahr. Insgesamt 30.000 Tonnen Beton, 2000 Tonnen Stahl und mehr als 25.000 Tonnen Wasserbausteine wurden dabei bewegt. Derzeit läuft die Planung des Neubaus. Vier Planungsbüros erarbeiten Entwürfe, die sie bis Mitte Mai vorlegen sollen. Die neue Brücke soll laut Plänen der Stadt im Jahr 2031 fertiggestellt werden.