Welt 16.03.2026
11:36 Uhr

Warnstreik bei der Hochbahn – Busse und Bahnen in Hamburg sollen wieder still stehen


Im Tarifstreit für die Beschäftigten bei der Hamburger Hochbahn gibt es weiter keine Einigung. Die Gewerkschaft Verdi erhöht den Druck auf den Arbeitgeber. Am Donnerstag sollen deshalb wieder Busse und U-Bahnen in den Depots bleiben.

Warnstreik bei der Hochbahn – Busse und Bahnen in Hamburg sollen wieder still stehen
Der Angeklagte soll aus Mordlust eine Arbeitskollegin getötet haben. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Im schwelenden Tarifkonflikt bei der Hamburger Hochbahn hat die Gewerkschaft Verdi erneut zu einem Warnstreik aufgerufen. Die Fahrer von Bussen und U-Bahnen sollen demnach am frühen Donnerstagmorgen für 24 Stunden die Arbeit niederlegen, teilte die Gewerkschaft mit. Nicht betroffen sind in Hamburg die Busse der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH), die S-Bahnen und die Hafenfähren. Zuletzt waren Hochbahn und VHH Ende Februar für 48 Stunden bestreikt worden. Vor einer Woche waren die Tarifverhandlungen zwischen Verdi und Hochbahn erneut ohne Einigung geblieben. Die Hochbahn hatte nach eigenen Angaben dabei ein verbessertes Angebot vorgelegt, das bis zu 8,1 Prozent mehr Entgelt im Monat in mehreren Schritten vorsah – allerdings bei einer Laufzeit von 30 Monaten. Verdi legte ein Kompromissangebot vor, dass im Kern zwar nur eine Entgeltsteigerung von 3,4 Prozent, aber mindestens in Höhe von 150 Euro beinhaltete. Die Gewerkschaft verlangt jedoch eine deutlich geringere Laufzeit von lediglich zwölf Monaten. Bei VHH sollen Tarifverhandlung Mittwoch weitergehen Gespräche zwischen Verdi und den VHH hatten zuletzt am Freitag stattgefunden. Sie waren allerdings am Abend unterbrochen und auf diesen Mittwoch vertagt worden, wie eine Gewerkschaftssprecherin mitteilte.