Welt 23.07.2026
01:35 Uhr

Unglück mit 52 Toten – Flugzeugwrack von 1952 abgestürzter Pan Am entdeckt


Der über 70 Jahre lang verschollene Flieger wurde mit einem hochauflösenden Sonar vor der Küste Puerto Ricos geortet. Zwölf Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder konnten 1952 gerettet werden. Der Unfall veränderte die moderne Luftfahrt für immer.

Unglück mit 52 Toten – Flugzeugwrack von 1952 abgestürzter Pan Am entdeckt
Statt eines Sparschweins sollen Kinder demnächst Wertpapierdepots bekommen - mit Förderung vom Staat. Patrick Pleul/dpa

Jahrzehnte nach dem Absturz haben Forscher das Wrack eines lange verschollen geglaubten Pan-Am-Fliegers vor der Küste Puerto Ricos entdeckt. Dem sei eine jahrelange Suche nach der „Clipper Endeavour“ vorangegangen, teilten das Medienunternehmen Warner Bros. Discovery und die Air/Sea Heritage Foundation mit, die maßgeblich an der Suche beteiligt waren. Der Flieger sei am 2. Juni mit hochauflösendem Sonar geortet worden. Die Passagiermaschine war am 11. April 1952 in Puerto Rico mit Ziel New York abgehoben. Kurz nach dem Start seien mehrere Triebwerke ausgefallen, was den Piloten zu einer Notlandung im Meer (verlinkt auf https://www.welt.de/vermischtes/article692fdc3934f148f9c6046264/verschwundener-linienflieger-15-000-quadratkilometer-im-fokus-unternehmen-nimmt-suche-nach-flug-mh370-wieder-auf.html) gezwungen habe. Nach der Notwasserung brach Chaos aus Laut Discovery überlebten zunächst alle Insassen den Aufprall, bei dem das Heck des Flugzeugs abgerissen worden sei, die Kabine aber intakt blieb. „Da jedoch keine Sicherheitseinweisung erfolgt war, eine erhebliche Sprachbarriere bestand und kein koordinierter Evakuierungsplan existierte, gerieten die Passagiere in Chaos, Verwirrung und schwere See, als das Flugzeug in weniger als drei Minuten voll Wasser lief und sank.“ 52 Menschen starben bei dem Unfall, 12 Passagiere und 5 Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden. Der Unfall sei ein „tragisches Vermächtnis“, das die moderne Luftfahrt für immer verändert habe, hieß es in der Mitteilung. In der Folge seien weitreichende Reformen wie die obligatorische Sicherheitseinweisung vor dem Flug eingeführt worden. Russ Matthews, Präsident der Air/Sea Heritage Foundation suchte bereits seit 2019 nach dem Flieger. Auf die Geschichte der Maschine stieß er, als er zu einem anderen Absturz recherchierte. „Ich war erstaunt, dass diese so wichtige Geschichte weitgehend in Vergessenheit geraten war. Wir sind alle überwältigt und erfreut über diese Entdeckung, zugleich aber auch demütig angesichts dessen, was sich vor so langer Zeit an diesem Ort ereignet hat“, wurde er in der Mitteilung zitiert.