Nach fast sieben Wochen als WM-Experte für MagentaTV atmet Jürgen Klopp gerade nochmal kurz durch – bevor er dann als Bundestrainer richtig durchstarten will. Nach Informationen der „Bild“ (verlinkt auf https://www.bild.de/sport/startseite/sport/sport-home-15479124.bild.html) ist die Vorstellung des 59-Jährigen als Nachfolger von Julian Nagelsmann noch in dieser Woche in Frankfurt/Main geplant. Am Freitag wird er wohl präsentiert. (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/fussball/wm/article6a5cfc10ae8f7851eb5f1852/bundestrainer-juergen-klopp-sagt-ja-und-uebt-erste-kritik.html) Dabei wird es auch noch Überraschungen geben. Unter anderem in seinem Trainerteam. Neben seinen jahrelangen Wegbegleitern Peter „Piet“ Krawietz, der schon zu Mainzer Zeiten sein Co-Trainer war, und Pepijn Lijnders, mit dem Klopp in Liverpool zusammenarbeitete, wird dem Bericht zufolge noch ein dritter Assistent dazukommen. Es ist Ex-BVB-Profi Sven Bender, der seinen Vertrag bei Regionalligist Unterhaching (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/unterhaching/) Anfang Juli nach zwei Jahren aufgelöst hat. Der 37 Jahre alte Bender spielte beim BVB (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/fussball/bundesliga/borussia-dortmund/) sechs Jahre unter Klopp. Gemeinsam feierten sie zwei Meisterschaften (2011 und 2012) und einen Pokalsieg (2012). In Dortmund arbeitete der ehemalige Mittelfeldstratege und Vorzeige-Profi auch schon als Co-Trainer von Edin Terzić und Nuri Şahin. Klopps Vertrag als „Head of Global Soccer“, der noch bis 2029 lief, wird vorzeitig aufgelöst. Red-Bull-Boss Oliver Mintzlaff gab seinen wichtigsten Angestellten im Fußball für die wichtigste Mannschaft in Deutschland frei. Als Kompensation ist eine DFB-Spende an die Red-Bull-Stiftung „Wings for Life“ geplant. Auch mit den weiteren Sponsoren (u.a. DVAG bei Klopp und Ergo beim DFB (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/dfb/) ) sind alle Punkte besprochen. Noch einmal durchatmen – und dann geht es richtig los. „Spieler werden heutzutage glattgebügelt“, kritisiert Podolski Die Premiere des designierten Bundestrainers (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/fussball/wm/article6a5d08dfc72232627649d594/fussball-wm-mats-hummels-wir-haben-sehr-gute-spieler-der-erfolg-steht-und-faellt-mit-dem-trainer.html) können Fußballfans bei RTL sehen. Der Privatsender überträgt das erste Spiel der deutschen Nationalmannschaft nach dem frühen WM-Aus gegen die Niederlande am 24. September (Übertragungsbeginn 20.15 Uhr). Die DFB-Auswahl (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/deutsche-fussball-nationalmannschaft/) hat während der ersten Bundesligapause vier Spiele zu absolvieren. Nach dem Match gegen die Niederlande in Amsterdam spielt sie daheim gegen Griechenland (27. September/ARD) und gegen Serbien (1. Oktober/ZDF). Danach folgt die Auswärtspartie in Griechenland (RTL/4. Oktober). Unterdessen hat der ehemalige Weltmeister Lukas Podolski die deutsche Nationalmannschaft (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/deutsche-fussball-nationalmannschaft/) nach dem WM-Scheitern in Amerika (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/fussball/wm/article6a5e41c0dde33743432a6f59/wm-aus-deutschland-faellt-in-der-fifa-weltrangliste-zurueck.html) mit deutlichen Worten kritisiert. „Es übernimmt keiner Verantwortung. Man liegt hinten – und es rappelt sich keiner auf, keiner hilft dem anderen. Das ist keine Einheit bei der WM in Amerika gewesen, angefangen vom Trainer bis zur Mannschaft“, sagte Podolski der „Sport Bild“. (verlinkt auf https://sportbild.bild.de/) Ihm fehlen „Typen“. Die DFB-Elf war im Sechzehntelfinale als klarer Favorit im Elfmeterschießen an Paraguay gescheitert. Wenige Tage später erklärte Julian Nagelsmann (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/julian-nagelsmann/) seinen Rücktritt als Bundestrainer. Auf ihn soll Jürgen Klopp (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/juergen-klopp/) folgen. Doch der Trainerwechsel ist für Podolski mit Blick auf die nächsten Turniere kein Allheilmittel. „In Deutschland fehlen seit Jahren auf einigen Positionen Weltklassespieler. Darum bin ich der Meinung: Jetzt den Trainer zu wechseln und dann zu sagen, nun wird alles besser, ist zu einfach“, sagte der 41-Jährige, der 130-mal das Nationaltrikot trug. Die Probleme im deutschen Fußball seien vielschichtiger. Eines davon ist für Podolski, dass es nicht mehr die Charaktere gebe wie früher. Woran liegt das? „Weil die Spieler heutzutage glattgebügelt werden. Man darf sich zu nichts bekennen, anecken“, erklärte Podolski und nannte Antonio Rüdiger als Beispiel. „Er hat diese Galligkeit, er kann mal ein Drecksack sein, wenn es nötig ist – was dann auch wichtig ist. Das zeigt er bei Real Madrid. Aber wir meckern dann über ihn, weil er sich so verhält, wie er sich verhält.“