Welt 07.09.2026
08:44 Uhr

Teuerste deutsche Fußballerin widmet Premieren-Tor dem toten Bruder († 17)


Fußballerin Lisa Baum wurde gerade zum Rekordtransfer des deutschen Frauenfußballs. Gleich bei ihrem Einstand trifft sie für Brighton und widmet das Tor dem toten Bruder. Der wurde nur 17 Jahre alt.

Teuerste deutsche Fußballerin widmet Premieren-Tor dem toten Bruder († 17)

Nach dem Traum-Einstand in der englischen Women’s Super League hat das deutsche Top-Talent Lisa Baum ihr Premieren-Tor dem gestorbenen Bruder gewidmet. „Dieses Tor ist für dich, Dennis“, schrieb die 19 Jahre alte Fußballerin auf Instagram nach dem 1:0-Sieg bei Brighton & Hove Albion. Ihr Bruder war 2022 im Alter von 17 Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen. „Er war mein Alles. Ihn zu verlieren war das Schlimmste, was mir passiert ist. Geburtstage oder Weihnachten sind schwer für uns. Denn er ist noch sehr präsent bei uns. Ich habe ihn auf dem Handy als Hintergrundbild, damit ich mich jeden Tag an ihn erinnere – manchmal mit einem Lächeln, manchmal mit Trauer“, sagte sie Anfang des Jahres in einem Gespräch mit WELT. (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/fussball/frauenfussball/article69735427029492de1675a377/lisa-baum-ich-wuenschte-mein-toter-bruder-koennte-sehen-was-ich-schaffe.html) Während der Spiele trage sie ein Tape mit seinem Namen. Dazu habe sie seine Initialen auf ihren Schuhen. Hohe Ablöse im Sommer Baum wechselte im Sommer für eine Ablösesumme von schätzungsweise 600.000 Euro nach England. Damit ist sie die teuerste Spielerin, die je aus der Bundesliga gewechselt ist. Bisher hatte Lara Prasnikar von Eintracht Frankfurt bei ihrem Transfer zu Utah Royals FC/USA mit 550.000 Euro die höchste Summe eingespielt. Die in Tansania geborene Fußballerin spielte bis 2025 beim Hamburger SV in der 2. Bundesliga und wechselte dann nach Leipzig, wo sie in 25 Bundesliga-Partien sechs Tore erzielte. Bei den Sachsen lief ihr Vertrag ursprünglich bis 2028. Beim DFB war sie für alle U-Auswahlteams im Einsatz, stand aber noch nicht im Kader von Bundestrainer Christian Wück.