Russische Luftangriffe auf die Ukraine haben nach Angaben von Wolodymyr Selenskyj erneut Tote und Verletzte gefordert. In der Großstadt Saporischschja seien zwei Menschen getötet worden, schrieb der ukrainische Präsident in den sozialen Netzwerken. Landesweit habe es 14 Verletzte gegeben. Er berichtete auch von Angriffen auf Kiew sowie die Gebiete Odessa, Sumy, Charkiw, Poltawa, Mykolajiw und Winnyzja. „Es ist wichtig, dass unsere Partner nicht vergessen: Russland eskaliert jeden Tag“, erklärte er. Deshalb seien härtere Sanktionen der USA und der EU nötig. Selenskyj bestätigte ukrainische Drohnenangriffe auf eine Rüstungsfabrik im Gebiet Rostow sowie die Raffinerie von Ilski im südrussischen Gebiet Krasnodar. Bei Letzterem kamen laut örtlichen Behörden drei Menschen ums Leben und zwei weitere wurden verletzt. In Kiew sterben sieben Menschen – 59 Verletzte Am Freitag waren bei russischen Drohnenangriffen auf die Hauptstadt Kiew sieben Menschen getötet und 59 verletzt worden. Der russische Präsident Wladimir Putin drohte bei einem Auftritt in St. Petersburg mit noch härteren Schlägen gegen die Ukraine. Er stellte dies als Reaktion auf einen großen ukrainischen Drohnenangriff auf Moskau am Tag der russischen Parlamentswahl dar. Am Freitag hat Selenskyj die Partner der Ukraine um weitere 27 Milliarden Dollar für die Verteidigung gebeten. Die Verteidigungskosten seien gestiegen, sagte er Journalisten über WhatsApp. Die Ukraine müsse im Oktober und November Drohnen bestellen, da sie sonst Anfang nächsten Jahres vor Herausforderungen stehen werde. „Jeder versteht, dass die Ukraine nicht allein sein kann und mehr in ukrainische Drohnen und Raketen investiert werden muss.“ Kiew habe die EU gebeten, einen Teil eines Darlehens vorzuziehen. Er habe dazu eine positive Antwort von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erhalten.