Welt 13.03.2026
07:36 Uhr

Russischer Gas-Tanker treibt nach Explosion manövrierunfähig im Mittelmeer


Ein russischer LNG-Tanker befindet sich nach einer Explosion manövrierunfähig im Mittelmeer zwischen Malta und Lampedusa. Moskau spricht von einem ukrainischen Drohnenangriff, Kiew schweigt.

Russischer Gas-Tanker treibt nach Explosion manövrierunfähig im Mittelmeer

Ein in der vergangenen Woche vor der Küste Libyens angegriffener russischer Flüssiggas-Tanker treibt nach jüngsten Behördenangaben zwischen Malta und der italienischen Insel Lampedusa im Mittelmeer. Die maltesische Hafenbehörde warnte am Donnerstag davor, dass die „M.T Arctic Metagaz“ „manövrierunfähig“ sei. Den von der Behörde veröffentlichten Koordinaten zufolge näherte sich das Schiff zwischen Mittwoch und Donnerstag Lampedusa. Die Explosion an Bord des Tankers hatte sich am Dienstag vergangener Woche rund 240 Kilometer nördlich der libyschen Hafenstadt Sirte ereignet. Nach russischen Angaben wurden die 30 Besatzungsmitglieder nach der Explosion gerettet. Russland (verlinkt auf https://www.welt.de/wirtschaft/plus69b28df4edb67419c43bd449/oel-engpass-in-moskau-reibt-man-sich-schon-die-haende-wie-russland-vom-iran-krieg-profitiert.html) warf der Ukraine vor, mit einer Marinedrohne einen „Terrorangriff“ auf das Schiff verübt zu haben. Die Ukraine hat sich bislang nicht zu dem Vorfall geäußert. Zunächst hatten die libyschen Behörden nach der Explosion erklärt, das Schiff sei versenkt worden. Die maltesischen Behörden dementierten diese Angaben nun. Nach Angaben der libyschen Küstenwache hatte der im nordrussischen Murmansk gestartete Tanker mutmaßlich 62.000 Tonnen Flüssigerdgas (LNG) geladen und war auf dem Weg nach Port Said in Ägypten. Die „Arctic Megagaz“ befand sich auf Sanktionslisten der Europäischen Union und der USA.