Ein Servicemitarbeiter des Flughafens Berlin Brandenburg (BER) ist Anfang September bei einem Angriff im Sicherheitsbereich schwer verletzt worden. Wie der rbb unter Berufung auf die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) berichtet (verlinkt auf https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2026/09/flughafen-ber-mitarbeiter-passagier-angriff-brandenburg.html) , ereignete sich die Tat am 6. September kurz vor dem Abflug eines Air-Baltic-Fluges nach Tallinn. Zuerst hatte die „ Bild (verlinkt auf https://www.bild.de/regional/berlin/gewaltattacke-gegen-flughafenmitarbeiter-not-ops-opfer-vom-ber-auf-intensivstation-6aaba61b3e0af7910e5224af) “ über den Fall berichtet. Demnach soll ein Passagier den Mitarbeiter attackiert haben, nachdem ihm das Boarding verwehrt worden war. Überwachungskameras sollen den Vorfall aufgezeichnet haben. Die Aufnahmen zeigen laut Medienberichten, dass der Angreifer über mehrere Minuten mit Fäusten und Tritten auf sein Opfer einschlug. Ein zweiter Mann soll währenddessen eingegriffen und mögliche Helfer auf Abstand gehalten haben. Nach den Berichten dauerte der Angriff nahezu drei Minuten. Der Mitarbeiter ging mehrfach zu Boden und versuchte wiederholt, sich in Sicherheit zu bringen. Auf den Aufnahmen ist zudem zu erkennen, dass der Täter wiederholt Schläge und Tritte gegen den Kopf seines Opfers richtete. Der Vorfall ereignete sich am Gate A34 im Terminal 1 des Flughafens. Erst Passagiere sollen den Angreifer schließlich überwältigt haben. Während der Attacke waren auf den Videoaufnahmen weder Bundespolizei noch Mitarbeitende des Sicherheitsdienstes zu sehen. Die Flughafenbetreiberin bestätigte den Vorfall offiziell. Flughafenchefin Aletta von Massenbach erklärte gegenüber dem rbb, dass das Ausmaß der Gewalt fassungslos mache. Der Mitarbeiter musste vom Rettungsdienst versorgt und in ein Krankenhaus gebracht werden. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes äußerte sich der Flughafen zunächst nicht zum genauen Gesundheitszustand. Wie „Bild“ (verlinkt auf https://www.bild.de/regional/berlin/gewaltattacke-gegen-flughafenmitarbeiter-not-ops-opfer-vom-ber-auf-intensivstation-6aaba61b3e0af7910e5224af) unter Berufung auf Kollegen des Mitarbeiters berichtet, musste der Mann noch in derselben Nacht notoperiert werden. Demnach war zwischenzeitlich unklar, ob er seine Sehfähigkeit behalte. Hintergrund seien schwere Verletzungen im Bereich der Augenhöhle gewesen. Nach den Angaben befindet sich das Opfer weiterhin auf der Intensivstation eines Krankenhauses in Berlin-Neukölln. Die Ermittlungen zu dem Fall führt die Landespolizei. Die Staatsanwaltschaft Cottbus machte zunächst keine näheren Angaben zum Stand der Ermittlungen gegen die beiden Tatverdächtigen, bei denen es sich nach Informationen von „Bild“ um estnische Staatsangehörige handeln soll. Auch blieb zunächst unklar, ob sich einer oder beide Verdächtigen in Haft befinden. WELT hat die Staatsanwaltschaft Cottbus zu dem Fall angefragt. Eine Antwort steht bislang noch aus.