Welt 29.09.2026
09:41 Uhr

„Mitverantwortlich für die Mannschaft“ – Matthäus wundert sich über Klopps Kimmich-Entscheidung


Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hält die zwei Kader für die Nationalmannschaft für richtig. Doch im zweiten Aufgebot von Bundestrainer Klopp vermisst er Kapitän Kimmich. Dieser sei wie der Coach mitverantwortlich für das Team.

„Mitverantwortlich für die Mannschaft“ – Matthäus wundert sich über Klopps Kimmich-Entscheidung

Gleich zwei Trainingseinheiten gab es am Montag bei der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Eine am Vormittag, eine am Nachmittag. Es sei gut zur Sache gegangen, heißt es. Nach dem 0:1 (0:0) gegen Griechenland war ein Großteil der Spieler des ersten Kaders abgereist. Nun hat Jürgen Klopp, der Bundestrainer, den zweiten Kader des 44 Mann umfassenden Aufgebots zusammen. Joshua Kimmich (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/joshua-kimmich/) , der Kapitän, ist aktuell nicht mehr dabei. Mit Blick auf die große Personalrochade von Klopp hätte Lothar Matthäus (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/lothar-matthaeus/) auf ihn für die kommenden zwei Spiele gegen Serbien am Donnerstag (20.45 Uhr/ZDF) und drei Tage später in Griechenland (20.45 Uhr/RTL) allerdings nicht verzichtet. „Kimmich ist nicht nur der Kapitän der 22 Spieler im ersten Kader, sondern auch der Kapitän der anderen Spieler, die sich am Montag in Herzogenaurach getroffen haben“, schrieb der Rekordnationalspieler in seiner Kolumne bei Sky. „Ich hätte ihn bei allen vier Spielen im Kader gelassen, damit die Neulinge auch ihn kennenlernen“, schrieb der 65-Jährige weiter: „Denn der Kapitän ist der Spieler, der neben dem Trainer mitverantwortlich ist für die Mannschaft.“ Ob Kimmich in München trainiere oder spiele, er sei „immer on fire“, erläuterte der Sky-Fußballexperte. „Er ist der absolute Leader dieser Nationalmannschaft, das hat er sich über ein Jahrzehnt hinweg verdient.“ Kimmich wäre gern geblieben Kimmich selbst hatte unmittelbar nach der Niederlage in Griechenland wissen lassen, dass er gern geblieben wäre. „Aber ich verstehe auch“, ergänzte er, „dass der Trainer noch andere Jungs kennenlernen möchte.“ Die Entscheidung, zwei Kader zu nominieren, hält Matthäus aber für grundsätzlich richtig: „Noch einmal: Ich bin mit dem, was Klopp gemacht hat, mit den zwei Kadern, die er nominiert hat, einverstanden.“