Das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt hat die Errichtung einer neuen Anlage im Zellstoffwerk der Mercer Stendal GmbH in Arneburg genehmigt. Das Unternehmen investiert dafür rund 12,1 Millionen Euro. Mit dem Vorhaben soll der Chemikalienrückgewinnungskreislauf im Werk weiter verbessert werden. Die geplante Kristallisationsanlage behandelt Elektrofilterstaub aus dem Laugenregenerierungskessel. Ziel ist es, wertvolle Kochchemikalien effizienter zurückzugewinnen und erneut im Produktionsprozess einzusetzen. Nach Angaben des Landesverwaltungsamts ergab die technische und rechtliche Prüfung, dass durch das Projekt keine erheblichen nachteiligen Auswirkungen auf Umwelt oder Emissionsbilanz zu erwarten sind. Auch die Produktionskapazität und die Emissionen des Standorts werden nicht erhöht. Mercer Stendal betreibt in Arneburg eines der größten Zellstoffwerke Europas. Das Unternehmen produziert gebleichten Nadelholz-Sulfatzellstoff aus Holz. Das Landesverwaltungsamt ist als Genehmigungs- und Kontrollbehörde für die Prüfung solcher Vorhaben zuständig.