Welt 20.09.2026
09:22 Uhr

Menschen hängen minutenlang kopfüber in Wiesn-Fahrgeschäft fest


Ein Zwischenfall in einem Wiesn-Fahrgeschäft führte am Eröffnungstag zu Sanitätseinsätzen. Besucher hingen rund fünf Minuten kopfüber fest. Mehrere Jugendliche klagten danach über Schwindel und Kreislaufprobleme.

Menschen hängen minutenlang kopfüber in Wiesn-Fahrgeschäft fest

Rund fünf Minuten lang mussten Besucher eines Fahrgeschäfts auf dem Oktoberfest kopfüber ausharren. Vor allem Jugendliche hätten nach der Fahrt am Samstagabend über leichten Schwindel und Kreislaufprobleme geklagt, teilten die Wiesn-Sanitäter der Aicher Ambulanz über den Vorfall am Eröffnungstag mit. Nach einer kurzen Untersuchung konnten jedoch alle Besucher des Fahrgeschäfts wieder zurück auf das Festgelände gehen. Der Grund für den Vorfall war zunächst unklar. Am Abend des Eröffnungstages meldeten die Wiesn-Sanitäter der Aicher Ambulanz zudem, dass die 600er-Marke an versorgten Patienten fast erreicht worden sei. Das 191. Oktoberfest hatte am Samstagmorgen begonnen. Die ersten Wiesn-Gäste hatten bereits frühmorgens im Dunkeln ausgeharrt. Als die Eingänge um kurz nach 9.00 Uhr öffneten, stürmten sie im Laufschritt los, um einen guten Platz im Bierzelt zu ergattern. Oberbürgermeister Dominik Krause meisterte seinen ersten Oktoberfest-Anstich mit zwei Schlägen. Nachdem es im Vorjahr am zweiten Samstag auf der überfüllten Wiesn zu gefährlichen Situationen gekommen war, wurde das Sicherheitskonzept nachgeschärft. Von einer neuen Koordinierungsstelle auf dem Gelände aus sollen die Besucherströme auf dem Festgelände beobachtet, bewertet und bei Bedarf gesteuert werden. Mehr als 50 KI-gestützte Kameras sollen rechtzeitig gefährliche Menschenansammlungen erkennen lassen. An den besucherstarken Tagen ist ein sogenannter Crowdspotter im Einsatz, der die Besucherströme im Blick behält - und bei Bedarf Durchsagen macht. Hunderte Polizisten und Ordner Etwa 600 Polizeibeamte und Hunderte Ordner sind rund um das Fest im Einsatz. Die Polizei sieht sich auch mit Blick auf die jüngsten Drohnen-Vorfälle gut vorbereitet. Es gebe dabei auch Unterstützung vom neuen Drohnenkompetenz- und ‑abwehrzentrum. Auch die Polizei hat längst Videokameras auf dem Gelände, rund 50 Kameras der Polizei leuchten so gut wie jeden Winkel des Fests aus. Geschulte Taschendiebfahnder sind unterwegs, um Gäste zu schützen – dennoch warnt die Polizei: Obacht im Gedränge auf Taschen und persönliche Gegenstände!