Mitten im Vergewaltigungs-Prozess gegen ihn hat der älteste Sohn der norwegischen Kronprinzessin die Freilassung aus der Untersuchungshaft beantragt. Das berichten norwegische Medien übereinstimmend unter Berufung auf die Verteidigerin des 29-Jährigen. Ellen Holager Andenæs erklärte demnach gegenüber der Zeitung „Aftenposten“: „Es wurde beim Osloer Amtsgericht ein Antrag auf Freilassung gestellt. Er wurde für vier Wochen inhaftiert, und es ist naheliegend, das Gericht prüfen zu lassen, ob die Voraussetzungen für eine Inhaftierung noch gegeben sind.“ Dem Bericht nach hat die Staatsanwaltschaft ablehnend auf den Vorstoß reagiert. Marius Borg Høiby war kurz vor dem Start der Verhandlung Anfang Februar erneut festgenommen worden, weil er gegen das Kontaktverbot in Bezug auf eine Ex-Freundin verstoßen und sich rücksichtslos verhalten haben soll. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft und wurde auch schon von seiner Mutter besucht. Trotzdem gab Høiby im Verlauf des Prozesses norwegischen Medienberichten zufolge an, dass er „vollständig abgeschirmt“ lebe und keinerlei Kontakt zu anderen Menschen. Die Ex-Freundin ist eines der mutmaßlichen Opfer in dem Verfahren. Ein Vorfall in ihrer Wohnung hatte die Ermittlungen gegen Mette-Marits Sohn im August 2024 ausgelöst. In der Beziehung zu der Frau soll Høiby mehrfach gewalttätig geworden sein. Trotzdem hatten sich die beiden bis kurz vor Prozessbeginn regelmäßig gesehen. Høibys Antrag auf Freilassung wird nun am Gericht in Oslo verhandelt. Der Prozess gegen ihn läuft noch bis zum 19. März. Wann das Urteil verkündet wird, ist noch unklar.