Welt 17.09.2026
15:19 Uhr

Malaria-Fälle in Frankfurt – Stadt meldet weiteren Todesfall


In Frankfurt ist eine weitere Person an Malaria gestorben, ohne zuvor in einem Risikogebiet gewesen zu sein. Die Behörden vermuten eine Infektion durch eine eingeschleppte Mücke. Insgesamt gibt es nun drei Todesfälle mit Bezug zum Flughafen.

Malaria-Fälle in Frankfurt – Stadt meldet weiteren Todesfall

Eine in Frankfurt am Main an Malaria erkrankte Person ist nach Angaben der Stadt gestorben. Sie wohnte demnach im Stadtteil Schwanheim, der nahe am Flughafen liegt. Am Dienstag hatte die Stadt von zwei Malaria-Fällen in dem Stadtteil berichtet. Damit gibt es in diesem Jahr nun bereits drei Malaria-Tote im Kontext des Flugverkehrs in Frankfurt. Im Sommer hatten sich sechs Mitarbeiter des Flughafen-Betreibers Fraport mit der Krankheit infiziert, zwei starben. Das Gesundheitsamt der Stadt und die Universitätsmedizin Frankfurt sprachen den Angehörigen des neu verstorbenen Patienten ihr Mitgefühl aus. Die beiden neu betroffenen Personen infizierten sich nach Einschätzung des Gesundheitsamts über eine Mücke, die in einem Flugzeug nach Frankfurt gelangte. Sie hatten beide zuvor kein Malaria-Gebiet bereist und nicht am Flughafen gearbeitet, hieß es. Bisher keine weiteren Fälle bekannt Seit Anfang der Woche seien dem Gesundheitsamt keine weiteren Malariafälle gemeldet worden. Die Behörde bat Ärzte erneut, bei Patientinnen und Patienten mit unklarem Fieber auch dann eine mögliche Malariaerkrankung in Betracht zu ziehen, wenn keine Reise in ein Malaria-Gebiet stattgefunden hat. „Dies gilt insbesondere für Menschen, die am Flughafen oder in dessen Umfeld arbeiten, sich dort aufhalten oder in räumlicher Nähe zum Flughafen wohnen“, erklärte das Amt. Bürger, die in der Nähe des Flughafens wohnen oder dort arbeiten, wurden gebeten, bei entsprechenden Beschwerden ärztlichen Rat einzuholen und auf den Wohnort im Umfeld des Flughafens hinzuweisen. Malaria sei nicht von Mensch zu Mensch übertragbar, hieß es auch. Typische Symptome einer Infektion beginnen meist abrupt mit hohem Fieber, begleitet von Kopf- und Gliederschmerzen, einem allgemeinen Krankheitsgefühl sowie teils Magen-Darm-Beschwerden.