Die Aussichtsplattform der Hamburger Elbphilharmonie ist eines der meistbesuchten Wahrzeichen der Stadt. Im vergangenen Jahr haben wieder mehr als 2,2 Millionen Menschen den Balkon des Konzerthauses besucht und den kostenlosen Ausblick über Hafen und Stadt genossen, wie ein Sprecher der Elbphilharmonie sagte. „Dazu kommen noch die Gäste, die mit einem Konzertticket in der Elbphilharmonie waren.“ Der besucherstärkste Monat war dabei der August. Am meisten Platz hatten die Gäste im Februar. In dem Monat kamen den Angaben zufolge die wenigsten Menschen auf die Plaza. Die Zahlen passen damit zu denen der vergangenen Jahre: Jährlich besuchen nach Angaben der Elbphilharmonie mehr als drei Millionen Menschen die Plattform. Im Sommer knackte das Konzerthaus die 25-Millionen-Besucher-Marke. Die Plaza wurde 2016 eröffnet. Die öffentliche Aussichtsplattform in 37 Metern Höhe ist kostenlos zugänglich. Nur, wer zu einer bestimmten Zeit Zugang zu den öffentlichen Bereichen des Konzerthauses möchte, zahlt für eine vorbestellte Karte eine Bearbeitungsgebühr. Kostet der Besuch der Plaza bald Geld? Wie lange das System noch so bleiben wird, ist unklar. Der Senat erwägt, künftig doch Eintritt für die Plaza der Elbphilharmonie zu nehmen. So hatten es die ursprünglichen Pläne für den Betrieb des Konzerthauses vorgesehen. Nachdem die Stadt deutlich mehr Steuergeld investieren musste, als geplant gewesen war, wuchs der politische Druck, die Plaza auch ohne Kosten besuchen zu können. In der Sache gebe es allerdings noch keinen neuen Stand, sagte ein Behördensprecher. Erst am Donnerstag hatte der Kölner Dom bekanntgegeben, dass er künftig Eintrittsgeld für die wohl berühmteste deutsche Kirche verlangen will.