Welt 16.08.2026
09:36 Uhr

Fahrer schläft am Lenkrad ein – Zwölf Tote bei Unfall im Reisebus


Mitten in der Nacht endet die Fahrt eines Reisebusses aus Polen in einer Katastrophe. Auf einer Autobahn östlich von Budapest kommt das Fahrzeug von der Strecke ab und stürzt in einen Graben. Zwölf polnische Pilgerer sterben, zahlreiche weitere werden verletzt.

Fahrer schläft am Lenkrad ein – Zwölf Tote bei Unfall im Reisebus

In Ungarn sind offiziellen Angaben zufolge in der Nacht zwölf Menschen bei einem Busunglück ums Leben gekommen. Mindestens zehn weitere Menschen seien schwer verletzt worden, teilte Regierungschef Péter Magyar am Sonntag auf Facebook mit, einer von ihnen schwebte nach Angaben der Einsatzkräfte in Lebensgefahr. Der Bus mit polnischem Kennzeichen war auf der Autobahn in einen Graben gefahren und umgekippt. In dem Bus befanden sich polnischen Angaben zufolge Pilger auf dem Rückweg aus dem katholischen Marienwallfahrtsort Medjugorje in Bosnien-Herzegowina. Der Unfall ereignete sich nach Polizeiangaben gegen 1.00 Uhr morgens auf der ungarischen Autobahn M3 gut 140 Kilometer östlich der Hauptstadt Budapest. Das Fahrzeug kam Behördeninformationen zufolge in der Nähe des Ortes Mezőkeresztes von der Fahrbahn ab, fuhr dann in einen Graben und kippte auf die Seite. Der Bus war von Serbien in Richtung Polen unterwegs, an Bord waren 57 Passagiere und zwei Busfahrer. Elf Menschen starben demnach an der Unfallstelle, ein weiterer Mensch nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus. Die Einsatzkräfte brachten nach eigenen Angaben zehn weitere schwer verletzte Menschen ins Krankenhaus, die 37 übrigen Insassen des Busses wurden leicht verletzt. Der polnische Außenminister Radosław Sikorski sprach auf X von einem „tragischen Busunfall mit polnischen Touristen“. Polens Regierungschef Donald Tusk bestätigte, dass zwölf Menschen ums Leben gekommen seien. Magyar sprach den Familien der Toten sein Beileid aus. Auch die polnischen Bischöfe drückten ihre Trauer über den Vorfall aus. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Erzbischof Tadeusz Wojda, teilte mit, er bete für das ewige Leben der tragisch gestorbenen Unfallopfer und die Genesung der Verletzten. Es war der schwerste Unfall in Ungarn seit 2003, als ein Zug an einem Bahnübergang in einen deutschen Reisebus raste. Damals waren 33 Menschen gestorben.