Russische Streitkräfte haben offenbar erneut Schiffe im zur Ukraine gehörenden Teil des Schwarzen Meeres angegriffen. Dabei wurde laut ukrainischen Angaben ein Besatzungsmitglied getötet. Die unter der Flagge von Guinea-Bissau fahrende »Mera Queen« sei am späten Mittwochabend getroffen und beschädigt worden, teilt der Gouverneur der Region Odessa, Oleh Kiper, bei Telegram mit . Zudem sei ein Feuer ausgebrochen.
»Der Feind greift weiterhin ununterbrochen zivile Schiffe im Schwarzmeerraum an«, sagte Kiper. »Solche Angriffe zeigen einmal mehr die Systematik und den Zynismus des russischen Terrors sowie die Gefahr, die der Aggressor sowohl für das Leben der Zivilbevölkerung als auch für die weltweite Ernährungssicherheit insgesamt darstellt.«
Das Schiff hat nach ukrainischen Angaben Weizen geladen. Die Ukraine gehört zu den großen Getreideexporteuren und nutzt dafür die Häfen um Odessa als Umschlagplatz.
Das russische Verteidigungsministerium bestätigte den Vorfall in der Nähe des ukrainischen Hafens von Odessa. Demnach wurden zwei Schiffe südlich und östlich der Stadt angegriffen. Die Trockengutfrachter hätten Rüstungsgüter transportiert, teilt das Ministerium der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge mit.
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Tankerunglück in Russland: Gift am BadestrandVon Alexander Chernyshev, Susanne Götze und Julia Köppe11 Min
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Russland greift immer wieder Frachtschiffe im Schwarzen Meer an, in denen es eigenen Angaben zufolge Lieferungen für das ukrainische Militär vermutet. Die verstärkten Angriffe auf die Schwarzmeerhäfen der Ukraine sollen zudem die Handels- und Exportrouten unterbinden.
