So sieht die Zerstörung aus, die russische Drohnen am Sonntag in der ukrainischen Hauptstadt angerichtet haben. Und das sind die Überreste einer russischen »Geran«-Drohne iranischer Bauart, die offenbar bei diesem Angriff eingesetzt wurde.
»In der ersten Sekunde gab es eine Explosion. Ich habe sie gesehen. Dieses Gebäude wurde getroffen. Ich wohne direkt gegenüber.«
Putins Truppen setzen diese Art der Drohnen etwa seit 2023 verstärkt gegen die Ukraine ein. Die Einweg-Flugkörper sind einfach konstruiert, lassen sich billig produzieren, haben jedoch eine große Zerstörungskraft.
»Sie wollen uns einfach nur vernichten, uns vertreiben. Das ist ein unwirkliches Leben.«
Um sich gegen Drohnenangriffe, auch von sogenannten »First-Person-View-Drohnen«, zu schützen, setzt diese Mutter auf ein technisches Hilfsmittel. Die Nachrichtenagentur Reuters hat die 36-Jährige im September getroffen.
»Ein guter Freund von uns hat uns den Detektor gegeben. Es ist gefährlich, sich in der Stadt zu bewegen, zumindest in bestimmten Stadtteilen. Deshalb haben wir beschlossen, zu versuchen, uns vor russischen Drohnen zu schützen.«
Der Drohnendetektor ist stetiger Begleiter, ob beim Spaziergang, auf dem Markt oder in der Apotheke. Russland greift insbesondere hier in Frontnähe nämlich nicht nur Gebäude an, sondern macht mit kleineren FPV-Drohnen auch direkt Jagd auf Menschen. Die Warnungen klassischer Luftschutzsirenen sind hier seit Jahren Normalität.
»Wir haben die Hoffnung, dass sich die Lage bessert. Aber Gewissheit gibt es nicht. Was mich hier hält? Es ist mein Zuhause. Wir sind hier zu Hause.«