Knapp drei Wochen vor den Zwischenwahlen in den USA untersuchen Bundesbehörden offenbar Briefe mit »verdächtigen Substanzen«, die landesweit an Büros von Kongressabgeordneten und Wahlbehörden verschickt worden sein sollen. Darüber berichten US-Medien unter Berufung auf eine Warnmeldung, die demnach Senatsmitarbeiter vom Sicherheitsbeauftragten des US-Senats erhalten haben.
In der Mitteilung hieß es den Angaben zufolge, dass die Strafverfolgungsbehörden daran arbeiteten, weitere Briefe abzufangen. Es sei jedoch »möglich, dass einige Briefe ihren Bestimmungsort erreichen«.
Nach Angaben der Bundespolizei FBI enthielten einige Sendungen unbekannte Substanzen. Ob diese gefährlich sind, war zunächst unklar. »Wir arbeiten mit unseren Partnern daran, die für die Briefe verantwortliche Person oder Personen zu identifizieren«, hieß es.
Bereits 2023 gab es verdächtige Briefe – mit Spuren von Fentanyl
Bei Wahlbehörden in den Bundesstaaten Louisiana und Oklahoma gingen laut den Berichten Briefe mit einem verdächtigen weißen Pulver ein. Die Büros seien daraufhin vorsorglich geräumt worden. In den Bundesstaaten Ohio, Maryland, Mississippi und South Dakota sei eine ähnliche Sendung nach Angaben der Behörden noch vor der Zustellung abgefangen worden. Verletzte wurden zunächst nicht gemeldet.
Die Meldungen nur drei Wochen vor dem Wahltag erinnern an eine ähnliche Drohung im Jahr 2023, als Wahlämter in sechs Bundesstaaten Postsendungen mit einem weißen Pulver erhielten. In einigen Fällen beeinträchtigten die Vorfälle die Arbeit bei Kommunalwahlen.
Einige dieser Briefe enthielten Drohungen und Spuren des starken Opioids Fentanyl. Das veranlasste einige Wahlämter dazu, sich mit dem Gegenmittel Naloxon gegen Überdosierungen einzudecken.
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