SpOn 13.09.2026
07:16 Uhr

US Open: Jelena Rybakina gewinnt in New York gegen Aryna Sabalenka


Seit 99 Wochen ist Aryna Sabalenka die Nummer eins der Welt. Dass Jelena Rybakina sie ablösen würde, war schon vor dem Finale der US Open klar. Im Endspiel zeigte Rybakina, warum sie aktuell die bessere Tennisspielerin ist.

US Open: Jelena Rybakina gewinnt in New York gegen Aryna Sabalenka

Die neue Nummer eins war sie bereits, nun hat sie auch den Siegerpokal im Gepäck: Jelena Rybakina hat zum ersten Mal die US Open gewonnen. Die Kasachin entthronte im Finale von New York die Belarussin Aryna Sabalenka 6:4, 5:7, 6:2. Die 27-Jährige wird Sabalenka am Montag nach 99 Wochen als Weltranglistenerste ablösen.

Vor den Augen zahlreicher Showgrößen wie Schauspieler Brad Pitt, Sängerin Pink und Paris Hilton erlaubte sich Sabalenka über weite Strecken zu viele unnötige Fehler, um als dritte Spielerin in der Geschichte des Profitennis den Titel-Hattrick bei den US Open zu feiern. Vor ihr war dies nur den Amerikanerinnen Serena Williams (2012-2014) und Chris Evert (1975-1978) gelungen.

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»Ich bin natürlich sehr enttäuscht, aber ich möchte Jelena zu einem unglaublichen Jahr und Turnier gratulieren«, sagte Sabalenka nach der Partie unter Tränen. Direkt nach dem Matchball hatte Sabalenka ihren Schläger zerstört. »Ich hatte das nicht erwartet, als ich zu diesem Turnier kam«, sagte Rybakina und bezeichnete Sabalenka demütig als »großen Champion«.

Rybakina, die ihren dritten Grand-Slam-Erfolg nach Wimbledon 2022 und den diesjährigen Australian Open perfekt machte, kann sich zusätzlich über ein Rekordpreisgeld von 5,5 Millionen Dollar (rund 4,7 Millionen Euro) freuen.

Zu viele Fehler bei Sabalenka

Rybakina hatte sich auch im Finale der Australian Open zu Beginn der Tennissaison durchsetzen können. Für die gewohnt stoisch auftretende Kasachin ist es der dritte Grand-Slam-Titel ihrer Karriere.

»Es wird ein physisch und mental schwieriges Match«, sagte Sabalenka vor der Partie. Und von Beginn an setzten beide auf ihr bewährtes Power-Tennis. Rybakina erarbeitete sich die ersten zwei Breakchancen, Sabalenka wehrte sie ab und feierte dies mit einem lauten »Let's Go«.

Insgesamt leistete sich die Belarussin aber zu viele Ungenauigkeiten. Mit einem Doppelfehler gab sie das erste Mal ihren Aufschlag zum 2:3 ab, drosch den Ball frustriert auf die Tribüne und kassierte dafür eine Verwarnung.

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Auch Rybakina war zeitweise die Nervosität anzumerken. Nach 44 Minuten sicherte sich die Kasachin jedoch den ersten Satz, obwohl sie nur 27 Prozent ihrer ersten Aufschläge ins Feld brachte. Sabalenka stapfte missmutig ihre Tennistasche geschultert in die Kabine, Rybakina unterhielt sich länger mit ihrem Trainerteam.

Im zweiten Satz gewannen die Schläge Sabalenkas an Präzision, insgesamt spielte sie nun variabler, zeigte mehrfach erfolgreiche Stopps. Beim Stand von 5:4 verspielte Sabalenka zwei Satzbälle. Eine gute Viertelstunde später machte sie es besser, holte sich den Durchgang mit einer krachenden Rückhand beim Return.

Doch Rybakina zeigte sich unbeeindruckt, schaffte das frühe Break. Sabalenka fing bei Punktgewinnen ihrer Gegnerin wieder an zu lamentieren, war mit sich selbst beschäftigt. Beide Spielerinnen wirkten körperlich leicht angeschlagen, Rybakina zog weiter davon und machte den Triumph mit einem Ass perfekt.

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svs/dpa/sid