SpOn 12.10.2026
16:05 Uhr

Tönisvorst: Raubmord in Nordrhein-Westfalen – Ermittler fassen Verdächtigen


Bis heute unbekannte Täter drangen im Januar 1995 in einen Lidl in Tönisvorst ein, erdrosselten die Filialleiterin und flohen mit Tausenden Mark. Nun haben die Ermittler einen Verdächtigen identifiziert.

Tönisvorst: Raubmord in Nordrhein-Westfalen – Ermittler fassen Verdächtigen

Am 25. Januar 1995 drangen unbekannte Täter in eine Filiale des Discounters Lidl in Tönisvorst ein, um Bargeld zu stehlen. Sie fesselten und knebelten die Filialleiterin Sonja K., die vor der Eröffnung des Geschäfts Waren einräumte. Die Frau wurde erdrosselt und starb noch am Tatort. Aus dem Tresor raubten die Täter Tausende Mark. Nun, mehr als 30 Jahre nach dem Raubmord in Nordrhein-Westfalen, haben Ermittler einen Tatverdächtigen festgenommen.

Weitere Details gaben die zuständige Staatsanwaltschaft Krefeld und die Polizei bislang nicht bekannt. Die Ermittler wollen am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Mönchengladbach über den Fall sprechen. 

Ermittler untersuchten DNA-Spuren

Ende September hatte die Polizei von neuen DNA-Spuren in dem Fall berichtet, die zu dem Täter oder den Tätern führen könnten. Anders als vor 30 Jahren stehen für die Auswertung der Spuren heute demnach moderne Methoden zur Verfügung.

Die Polizei hatte kurz nach der Tat im Januar 1995 eine Vielzahl von DNA-Proben genommen. Rettungskräfte, Polizeibeamte sowie Menschen aus dem persönlichen und dem beruflichen Umfeld von Sonja K. gaben Speichelproben ab.

Ein Schlüsselbund unter anderem mit dem Schlüssel zum Haupteingang und zum Tresor, den das Opfer bei sich trug, sind seit der Tat verschwunden. Die Ermittler gingen bislang davon aus, dass mehrere Täter gemeinschaftlich handelten, ihnen die Filiale bekannt war und sie von den internen Abläufen wussten.

Die Ermittler suchten bislang auch erfolglos nach zwei Jugendlichen, die sich damals vor dem Eingang des Supermarkts aufgehalten haben sollen. Die Eltern des Opfers sind nach Polizeiangaben mittlerweile gestorben. Die beiden Brüder des Opfers hoffen demnach allerdings, dass der Fall noch aufgeklärt wird.

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Der Fall gilt als Cold Case, also als lange zurückliegende Tat. Die Polizei Mönchengladbach nahm in ähnlichen Fällen die Ermittlungen zu ungeklärten Tötungsdelikten aus den vergangenen Jahrzehnten in Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen und der zuständigen Staatsanwaltschaft wieder auf.

ptz/AFP