Ein Richter im Bundesstaat New Mexico hat die Anklage gegen den US-Schauspieler und Regisseur Timothy Busfield wegen mutmaßlichem sexuellen Missbrauchs Minderjähriger aufgehoben. »Der Staatsanwalt hat es versäumt, fair und unparteiisch zu handeln«, befand Richter Joseph Montano. Eine Grand Jury hatte im Februar Anklage gegen Busfield erhoben. Eine Grand Jury ist eine Gruppe von Geschworenen, die nach Vorlage von Beweismitteln durch die Staatsanwaltschaft entscheidet, ob in einem Fall Anklage erhoben werden kann.
Dem Richter zufolge hatte der zuständige Bezirksstaatsanwalt die Grand Jury damals nicht ordnungsgemäß informiert, etwa hinsichtlich der Befragung möglicher Zeugen. Busfield hatte bereits im Juni einen Antrag gestellt, die Anklage aufgrund der Verfahrensfehler aufzuheben. Ihm wurde »krimineller sexueller Kontakt mit einem Kind« in vier Fällen vorgeworfen. Er hat die Vorwürfe vehement zurückgewiesen und als »schreckliche Lügen« bezeichnet.
Die Staatsanwaltschaft in New Mexico muss jetzt entscheiden, ob sie ein neuerliches Grand-Jury-Verfahren anstreben und Busfield ein weiteres Mal anklagen will. Der aus TV-Serien wie »Die besten Jahre« und »The West Wing« bekannte Schauspieler war im Januar verhaftet worden.
Die Anschuldigungen wurden von zwei minderjährigen Zwillingsbrüdern erhoben, die in der TV-Serie »The Cleaning Lady« mitspielten. Busfield führte bei einigen Folgen Regie. Die Drama-Serie wurde in den USA von 2022 bis 2025 ausgestrahlt. Nach Angaben der Ermittler sollen die Jungen über sexuelle Übergriffe am Set der Fernsehserie berichtet haben.
