SpOn 30.07.2026
16:49 Uhr

Tiergarten Kleve: Zwei Rote Pandas geboren


Flauschiger Nachwuchs im Klever Zoo: Ein Paar Roter Pandas erblickte dort das Licht der Welt. Für die Züchter ist das ein Erfolg, die Art gilt als besonders gefährdet. Bisher weiß man aber noch wenig über die Kleinen.

Tiergarten Kleve: Zwei Rote Pandas geboren

Süßer, aber sehr seltener Nachwuchs: Im Tiergarten Kleve sind zwei Rote Pandas zur Welt gekommen. Man freue sich über doppeltes Pandaglück, das auch wichtig sei für den internationalen Artenschutz, berichtete der Tierpark . Der Nachwuchs von Mutter Kamala und Vater Janak – geboren am 21. Juni – werde derzeit noch gut geschützt in der Wurfhöhle von der Panda-Mama versorgt.

Das Paar war im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms zusammengestellt worden, die Geburt sei ein besonderer Erfolg, betonte Tiergartenleiter Martin Polotzek. »Rote Pandas gelten in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet als stark gefährdet.« Sie leben ursprünglich in Bergwäldern des Himalajas und Südwestchinas – in kühlen, nebelreichen Mischwäldern mit dichtem Bambusbestand in Höhen von bis zu 4000 Metern. Am liebsten futtern sie Bambus, aber auch Früchte, Beeren, Eier und gelegentlich Insekten.

Muttertier Kamala mit den Jungen

Muttertier Kamala mit den Jungen

Foto: Tiergarten Kleve / dpa

Die Panda-Anlage in Kleve wurde 2023 eröffnet, zudem rühmt sich der Zoo einer Benebelungsanlage und einer eigenen Bambusplantage für die Pandas. »Die Ansprüche von Roten Pandas an ihre Haltung sind hoch«, erklärt Polotzek.

Weil ihr natürlicher Lebensraum fortschreitend zerstört werde, sei der Bestand der Tiere in Gefahr, schreibt der Zoo. Weitere Gründe seien die zunehmende Zerschneidung der Bergwälder sowie der illegale Wildtierhandel. Auch die Weltnaturschutzunion International Union for Conservation of Nature (IUCN) stufe die Art als »stark gefährdet« ein.

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Besucher in Kleve müssen sich noch etwas gedulden, bis sie die Kleinen sehen können. Mama Kamala betreue ihren Nachwuchs liebevoll und zeige sich sehr fürsorglich, hieß es. Die Winzlinge bräuchten noch viel Ruhe. Um Störungen zu vermeiden, sei noch kein tiermedizinischer Gesundheitscheck erfolgt. Das Geschlecht der beiden Geschwister sei noch unbekannt.

esk/dpa