SpOn 13.10.2026
12:28 Uhr

Suizide in Deutschland: Zahlen steigen erneut


In Deutschland haben sich 2025 mehr Menschen das Leben genommen als im Vorjahr. Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe verweist auf die Debatte über assistierten Suizid.

Suizide in Deutschland: Zahlen steigen erneut

Die Zahl der Suizide in Deutschland ist 2025 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Rund 11.334 Menschen seien auf diese Weise gestorben, teilte das Statistische Bundesamt mit . Das waren 9,3 Prozent mehr als im Vorjahr und 15,6 Prozent mehr als im Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Männer sind weiterhin deutlich häufiger betroffen als Frauen (69,2 Prozent beziehungsweise 30,8 Prozent).

Hier finden Sie Hilfe in scheinbar ausweglosen Situationen

Kreisen Ihre Gedanken darum, sich das Leben zu nehmen? Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber. Hier finden Sie - auch anonyme - Hilfsangebote in vermeintlich ausweglosen Lebenslagen. Per Telefon, Chat, E-Mail oder im persönlichen Gespräch.

Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention verwies unter anderem  auf die wachsende Nachfrage nach Sterbehilfe. Auch solche assistierten Suizide werden in der Statistik erfasst, allerdings nicht gesondert ausgewiesen. Nach Angaben von drei großen deutschen Sterbehilfeorganisationen ist ihre Zahl im vergangenen Jahr um 31,8 Prozent auf 1288 gestiegen. 2021 hatte es demnach noch weniger als 400 Fälle gegeben.

»Wenn Suizidassistenz geschäftsmäßig in Anspruch genommen werden kann, sozusagen normalisiert wird, dann wird diese Schwelle gesenkt, und die Zahl der tragischen, vermeidbaren Suizide steigt«, sagte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Ulrich Hegerl.

Mehr zum Thema

Als weitere mögliche Ursachen nannte die Stiftung die Alterung der Gesellschaft. Ein höheres Alter gehe mit höheren Suizidraten einher.

Drei bis vier Menschen nehmen sich in Deutschland im Schnitt jeden Tag das Leben, begleitet von Ärzten. Verschiebt sich gerade die Idee davon, was wir als lebenswert empfinden – und was nicht? Lesen Sie hier mehr .

esw/AFP