SpOn 18.08.2026
11:05 Uhr

Stuttgart: Freiheitsstrafe im Prozess gegen Agenten Russlands


Drei Ukrainer standen in Stuttgart vor Gericht, weil sie Brandanschläge im Auftrag Russlands vorbereitet haben sollen. Nun wurde einer der Angeklagten verurteilt.

Stuttgart: Freiheitsstrafe im Prozess gegen Agenten Russlands

Ein junger Ukrainer ist wegen Agententätigkeit in Deutschland zu einer Freiheitsstrafe verurteilt worden – er soll laut Anklage im Auftrag Russlands Brandanschläge vorbereitet haben. Das Oberlandesgericht Stuttgart verhängte eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten. Zwei weitere ukrainische Angeklagte sprach das Gericht frei.

Die Männer waren im Mai 2025 in Konstanz, Köln und im Schweizer Kanton Thurgau festgenommen worden . Sie waren angeklagt, im März 2025 über einen ukrainischen Postdienst zwei Pakete mit GPS-Trackern in Richtung Ukraine geschickt zu haben. So sollten Routen und Abläufe des Dienstleisters ausgeforscht werden. Auftraggeber laut Generalbundesanwalt: ein russischer Nachrichtendienst via Mittelsmänner aus Mariupol in der Ukraine.

Laut den Ermittlern hätten die Angeklagten im nächsten Schritt Pakete mit Brandsätzen verschicken sollen, seien aber bei der Vorbereitung der Anschläge aufgeflogen. Der Vertreter der Bundesanwaltschaft hatte in seinem Plädoyer Freiheitsstrafen zwischen zwei Jahren und neun Monaten und vier Jahren und drei Monaten für die Angeklagten gefordert. Die Verteidiger hatten Freisprüche beantragt.

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bbr/jml/dpa